Landtagspräsident betont Gleichberechtigung von Sinti und Roma

Mannheim (dpa/lsw)  Im Gedenken an die Befreiung des KZ Auschwitz hat sich Landtagspräsident Guido Wolf (CDU) für die Gleichberechtigung von Sinti und Roma eingesetzt. «Sinti und Roma sind ein Teil von uns», sagte Wolf laut vorab verbreitetem Redemanuskript am Sonntag in Mannheim.

Rose im Schnee vor Denkmal
Im Dezember 2012 fand eine Gedenkveranstaltung statt. Foto: B. Settnik/Archiv

Dort fand die zentrale Gedenkfeier des Landtages an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Sinti und Roma hätten die völlig gleichen Rechte und denselben Anspruch auf gleichwertige Chancen.

Das Zusammenleben gelinge aber nur, wenn Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Kultur oder Religion ins Gespräch kämen. «Deshalb begrüße ich ausdrücklich, dass Landesregierung und Landesverband der Sinti und Roma an einem Abkommen arbeiten, das den Sinti und Roma bessere Möglichkeiten zur Darstellung ihrer Kultur und Geschichte ermöglicht», sagte Wolf.

Der Gedenktag erinnert an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945. In diesem Jahr standen unter anderem die Opfergruppen der Sinti und Roma im Fokus. Das wahre Erinnern bestehe darin, die Würde jedes Einzelnen zu schützen und jeglicher Menschenfeindlichkeit zu wehren, sagte Wolf. «Deshalb dürfen wir nicht kaltherzig wegsehen, wenn Mitmenschen diskriminiert werden, Hass geschürt wird oder Unrecht geschieht.»