Reinhart dringt auf flexiblere Ganztagsschule

Heilbronn (dpa/lsw)  Die CDU-Fraktion im Südwesten fordert von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) ein Ganztagsangebot für Grundschulen, bei dem Eltern den Nachmittagsunterricht für ihre Kinder flexibel wählen können.

Wolfgang Reinhart
Wolfgang Reinhart, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg. Foto: C. Schmidt

«Wir hören auf die Wünsche der Eltern und wollen ihnen die größtmögliche Flexibilität beim Ganztag bieten», sagte CDU-Landtagsfraktionschef Wolfgang Reinhart den Zeitungen «Heilbronner Stimme» und «Mannheimer Morgen» (Donnerstag). Dies wäre ein Kurswechsel in der Bildungspolitik, für den das Schulgesetz reformiert werden müsste.

Bisher können die Grundschulen im Südwesten nach der Änderung des Schulgesetzes 2014 entweder Ganztagsschulen in verbindlicher Form oder in Wahlform anbieten. In verbindlicher Form bedeutet, dass die ganze Schule einen Ganztagsbetrieb einrichtet, an dem alle teilnehmen. Bei der Wahlform haben die Eltern die Option, ihre Kinder halbtags oder auch ganztags beschulen zu lassen - allerdings verpflichtend über ein Schuljahr an den immer gleichen Wochentagen.

Das ist Reinhart zu starr. «Wir befürworten flexible, bedarfsgerechte und familienfreundliche Angebote», sagte der CDU-Politiker. Geht es nach der CDU-Fraktion, sollen künftig an einem Schulstandort drei Angebotsformen parallel bestehen: Der klassische Halbtagsunterricht, der rhythmisierte Ganztagsbetrieb - und eben der CDU-Vorstoß mit einem Nachmittagsunterricht, den Eltern flexibel für ihre Kinder wählen können.