Elternverband entsetzt über Zustand der Bildung im Land

Stuttgart (dpa/lsw)  Aus Ärger über den Stil der politischen Bildungsdebatten in Baden-Württemberg hat der Landeselternbeirat eine Online-Petition gestartet. «Wir müssen zum Teil mit blankem Entsetzen sehen, wie sehr unsere Kinder in den Bildungsvergleichsstudien abgerutscht

Zwei Schülerinnen melden sich
Zwei Schülerinnen melden sich. Foto: David Ebener/Archiv

sind», teilte der Beirat anlässlich des «Tags der Bildung» am 8. Dezember mit. Die Eltern kritisieren insbesondere das schlechte Abschneiden der Schüler in Bildungsvergleichsstudien, den Lehrermangel und die hohe Zahl der Unterrichtsausfälle. Außerdem prangern sie an, dass «manche Politiker die Schuld bei den Eltern suchen».

In der Petition, die seit Dienstag online ist, wird insbesondere der Ton von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) scharf kritisiert. Ihre Äußerungen seien oft oberflächlich, ideologielastig und rückwärtsgewandt. Der Landeselternbeirat fordert, eine Enquete-Kommission «Aufbruch Bildung» im Landtag einzurichten. Außerdem verlangt er eine offene Diskussion in einer «Zukunftswerkstatt Bildung» darüber, wie Schulbildung in Zukunft im Südwesten aussehen soll.