Baden-Württemberg rutscht in neuer Bildungsstudie massiv ab

Heilbronn/Stuttgart  Baden-Württembergs Grundschulen sind im bundesweiten Vergleich weit hinten. Das ist das Ergebnis einer Bildungsstudie, die am Freitag präsentiert wird. Getestet wurden über 30.000 Viertklässler in den Fächern Deutsch und Mathe. Der Südwesten belegt den vorletzten Platz.

Von Michael Schwarz

Grundschule
Getestet wurden mehr als 30.000 Viertklässler in den Fächern Deutsch und Mathematik. Symbolfoto: dpa

Baden-Württemberg rutscht im bundesweiten Schulvergleich weiter ab. Dies ist das Ergebnis des neuen IQB-Bildungstrends, an dem bundesweit etwa 30.000 Schüler der vierten Jahrgangsstufe aus über 1500 Schulen teilnahmen. Landeskultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will die Studie am Freitag präsentieren. 

Im Zeitraum von Mai bis Mitte Juli 2016 wurden die Kompetenzen der Viertklässler in Deutsch und Mathe getestet. In einer ersten schriftlichen Bewertung, die in Stuttgarter Regierungskreisen schon vor der Veröffentlichung der Studie im Umlauf ist, heißt es: „Das Bildungsniveau ist vom Jahr 2011 auf 2016 in ganz Deutschland massiv gesunken, vor allem in zwei Bundesländern: Bremen und Baden-Württemberg. Baden-Württemberg hat die Talsohle noch nicht erreicht.“ Über die schriftliche Bewertung berichtet die Heilbronner Stimme exklusiv.

Negativtrend setzt sich fort

Beim neuen IQB-Bildungstrend ist nur noch Bremen hinter dem Südwesten platziert. Damit setzt sich in Baden-Württemberg der Negativtrend fort, der schon in vergangenen Bildungsstudien zu erkennen war. 

Am Freitag wird Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) in ihrer Funktion als Präsidentin der Kultusministerkonferenz die Ergebnisse im Rahmen einer Pressekonferenz vorstellen. Am Mittwoch wollte sich die CDU-Politikerin noch nicht zu den Ergebnissen des IQB-Bildungstrends äußern. Bei diesem wurden in Deutsch die Schüler in den Bereichen „Lesen“, „Zuhören“ und „Orthografie“ getestet, in Mathematik in den Bereichen „Zahlen und Operationen“, Raum und Form“, „Muster und Strukturen“, „Größen und Messen“ sowie „Daten, Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit“.

Die Schulen und Klassen des IQB-Bildungstrends wurden in einem zweistufigen Zufallsverfahren bestimmt.