226 Schulen noch ohne Rektor

Stuttgart/Heilbronn  An den allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg fehlen nach Angaben der Regierungspräsidien zum Schuljahresbeginn 226 Rektoren. Vor allem an vielen Grundschulen seien die Leitungsposten noch unbesetzt.

Von Michael Schwarz

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Nur wenige Tage nach dem Beginn des neuen Schuljahres sind an den rund 3600 allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg noch immer 226 Schulleiterstellen unbesetzt (Stand 12. September). Dies geht aus einer Befragung der vier baden-württembergischen Regierungspräsidien Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen durch die  Heilbronner Stimme hervor. Mit 83 vakanten Posten fehlen im Gebiet des Regierungspräsidiums Stuttgart die meisten Stellen, vor Freiburg (63), Karlsruhe (46) und Tübingen (34).

Ein Ergebnis der Anfrage ist, dass vor allem viele Grundschulen im Südwesten händeringend nach einem Rektor suchen. „Das zeigt mal wieder, wie unattraktiv die Leitung einer Grundschule ist. Wir brauchen hier dringend eine Aufwertung der Schulleiterstellen. Diese benötigen zur Ausübung ihrer Tätigkeit mehr Zeit für Führungsaufgaben, eine bessere Qualifizierung und eine bessere Bezahlung“, sagte die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Doro Moritz, gegenüber unserer Zeitung.

Berufliche Schulen stehen besser da

Alleine in den Gebieten der Regierungspräsidien Stuttgart und Freiburg fehlen an jeweils 47 Grundschulen die Rektoren. Die Regierungspräsidien weisen jedoch darauf hin, dass an vielen allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg – dazu zählen Grund-, Haupt-, Werkreal-, Sonder- und Gemeinschaftsschulen sowie Gymnasien – das Besetzungsverfahren gerade laufe.

Besser stellt sich die Situation aktuell an den beruflichen Schulen im Südwesten dar. Hier sind nach Angaben der Behörden landesweit nur fünf Rektorenstellen unbesetzt.