Hermann-Hesse-Preis für Joanna Bator und Esther Kinsky

Calw (dpa/lsw)  Die polnische Schriftstellerin Joanna Bator bekommt gemeinsam mit ihrer Übersetzerin Esther Kinsky den diesjährigen Hermann-Hesse-Preis. Das teilte die Hermann-Hesse-Stiftung in Calw mit.

Die Jury hob in ihrer Begründung die beiden zusammenhängenden Romane «Sandberg» und «Wolkenfern» heraus. Sie lobte unter anderem die «poetische und gleichzeitig ironisch-distanzierte Sprache Bators», die in «Kinskys Übersetzung einen eigenständigen Sprachkosmos bildet».

Der Hermann-Hesse-Preis ist mit 20 000 Euro dotiert, beide Preisträgerinnen erhalten jeweils die Hälfte. Er wird alle zwei Jahre vergeben und würdigt laut Statut eine «schriftstellerische Leistung von internationalem Rang in Verbindung mit ihrer Übersetzung».

Der Preis wird am 2. Juli, dem Geburtstag Hesses, in Calw verliehen. Der Literaturnobelpreisträger war 1877 in Calw zur Welt gekommen und hatte dort Kindheit und Jugend verbracht. Er starb 1962.