The Whistler Sliding Centre

Eiskanal
Rodlerin Tatjana Hüfner (r) besichtigt die Bob-, Rodel- und Skeletonbahn in Whistler. 
Name: The Whistler Sliding Centre
Ort: Whistler
Distanz Olympisches Dorf: Vancouver: 126 Kilometer
Whistler: 10 Kilometer
Sportarten: Bob, Rodeln, Skeleton
Entscheidungen: 8
Zuschauer: 12 000
Eintrittspreise: 20 bis 55 Euro
Baubeginn: Juni 2005
Fertigstellung: Dezember 2007
Baukosten: ca. 68,3 Mio. Euro
Höhe über N.N.: 938 m (Start), 786 m (Ziel)
Website www.whistlerslidingcentre.com

Schnell, schneller, Whistler. Die olympische Bob-, Rodel- und Skeletonbahn ist eine echte Hochgeschwindigkeitsbahn. Mit über 150 km/h rasen die Kufensportler durch den schmalen Eiskanal. Der enorme Speed und der unruhige Kurs verlangen den Sportlern in rund 50 Sekunden alles ab. 16 Kurven machen die Bahn auch technisch anspruchsvoll. «Die Whistler Bahn wird unzweifelhaft die Geschicklichkeit der weltbesten Athleten auf die Probe stellen», meinte Kanadas Bob-Ikone Pierre Lueders, der im Dezember 2007 die Jungfernfahrt auf der kompletten Strecke absolvieren durfte.

Die Kunsteisbahn «Whistler Sliding Centre», die auf dem gemeinsamen Territorium der indigenen Völker Squamish und Lilwat steht, passt sich weitestgehend den natürlichen topografischen Gegebenheiten an. Für ihr anspruchsvolles und ansprechendes Design wurde das Konstruktionsteam mit einem Preis des Bundesstaates British Columbia ausgezeichnet. Wenn die Bahn für die olympischen Abendrennen mit hellem Flutlicht ausgeleuchtet wird, zieht sie sich wie ein leuchtender Bandwurm den Hang hinunter.

Aus drei Starthäusern gehen die Athleten auf die Bahn. Nur die Bob- und Skeleton-Piloten absolvieren die gesamte Strecke über 1450 Meter. Sie benötigen eine lange flache Startgerade, auf der sie ihre Sportgeräte ordentlich in Schwung bringen können. Dagegen starten die Rennrodler von steilen Rampen. Die Männerstrecke ist 1374 Meter lang; die Frauen und Doppelsitzer absolvieren 1198 Meter und 14 statt 16 Kurven.

Respekt vor den enormen Geschwindigkeiten zeigte der deutsche Rodler Felix Loch, der beim Weltcup in Whistler vor einem Jahr einen Weltrekord aufstellte. Auf 153,98 km/h beschleunigte Loch seinen Schlitten. «Ich mag's ja schon ganz gerne schnell. Aber in Whistler wurde die Obergrenze erreicht, schneller darf es nicht mehr werden», sagte der Doppel-Weltmeister.

Im Whistler Sliding Centre wird in folgenden Disziplinen um Medaillen gekämpft:

Bob: Frauen im Zweier, Männer im Zweier und im Vierer.

Rodeln: Frauen im Einsitzer, Männer im Einsitzer und Doppelsitzer.

Skeleton: Frauen und Männer im Einzel

10.02.2010


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