Bodmers Malheur: Kaputter Verschluss beim Debüt

Als Mike Krüger 1980 mit dem Hit «Du musst doch nur den Nippel durch die Lasche ziehen» an die Spitze der Charts stürmte, war Pascal Bodmer noch gar nicht auf der Welt.

Pechvogel
Pascal Bodmer beim Training in Whistler. 

Bei seinem verpatzten Olympia-Debüt könnte sich der Youngster unter den deutschen Skispringern dennoch an den Ohrwurm von einst erinnert haben. Kurz vor seinem ersten Sprung war dem 19-Jährigen der Zipper seines Reißverschlusses am Sprunganzug abgerissen. «Der Anzug war komplett offen, deshalb durfte ich zunächst nicht springen. Ich mache 500 Sprünge im Jahr und nie passiert so was. Sein olympisches Debüt stellt man sich natürlich anders vor», meinte Bodmer.

Christian Winkler, Assistenzcoach von Bundestrainer Werner Schuster, gelang es zwar, den Verschluss mit einem Stück Draht zu reparieren. Doch die Konzentration bei Bodmer, der als Letzter im ersten Durchgang nachspringen durfte, war weg. «Es war ein ziemliches Gefummel. Ich habe gar nichts mitbekommen, nicht einmal, dass Michael Uhrmann auf Rang zwei lag», berichtete der Siebte der Vierschanzentournee. Als 31. verpasste er das Finale und stellte enttäuscht fest: «So ein Malheur kann vorkommen. Aber das war der ungünstigste Zeitpunkt.»

14.02.2010


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