Der No-Wax-Ski

Im Skilanglauf unterscheidet man bei Ski für den klassischen Stil zwischen Wachs- und No-Wax-Ski. Die Abstoßzone des No-Wax-Ski, der von den Sportlern auch als Aufrauh-Ski bezeichnet wird, besitzt Schuppen oder feine Kunststoffhaare an der Oberfläche.

Verwachst
Tobias Angerer (l) und Axel Teichmann stehen unzufrieden nach der Staffel im Ziel. 

Sie muss nicht mit Haftwachs bearbeitet, jedoch auch gereinigt und mit Wachs leicht präpariert werden. Bei sensiblen Wetterbedingungen wie Neuschnee und Temperaturen um null Grad ist der No-Wax-Ski dem herkömmlichen klassischen Wachs-Rennski durchaus überlegen.

Die Abstoßzone oder auch Steighilfe in der Mitte des Ski hilft besonders bei Anstiegen, kann aber auch als «Bremse» bei Abfahrten wirken, wenn die Haare oder Schuppen zu lang sind und damit auf glasigem Untergrund nicht gleiten.

Beim olympischen Staffel-Rennen in Whistler hatten sich die deutschen «Klassiker» Jens Filbrich und Axel Teichmann für Wachsski entschieden. Der Wetterbericht hatte steigende Temperaturen und keinen Schneefall prognostiziert. Solange sich dies bewahrheitete, liefen die Ski gut. Als dichter Flockenwirbel einsetzte, war die Konkurrenz auf No-Wax-Ski klar bevorteilt. «Aufgrund unseres Wissens haben wir das Beste gemacht. Am Ende war es die falsche Entscheidung», sagte Cheftechniker Uwe Bellmann.

24.02.2010


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