Olympische Winterspiele 12. - 28.02.10
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Polnische Langläuferin positiv getestet
Die polnische Ski-Langläuferin Kornelia Marek ist bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver positiv auf das Blutdopingmittel EPO getestet worden, teilte das Polnische Olympische Komitee (PKOI) in Warschau mit.
Der Test war nach dem 4x5-Kilometer-Staffellauf am 25. Februar vorgenommen worden. Die Athletin hat die Analyse der B-Probe verlangt, die am 12. März im Olympia-Labor in Richmond vorgesehen ist. Sie habe sich nichts vorzuwerfen und rechne mit einem negativen Ergebnis der zweiter Probe, sagte Marek am Warschauer Flughafen nach der Rückkehr aus Norwegen. «Ich habe nichts genommen», versicherte sie. Der polnische Verband hatte Marek aus dem Weltcup im norwegischen Drammen zurückgezogen.
Wenn sich das Ergebnis der A-Analyse bestätigen sollte, wäre es der erste Doping-Fall der Vancouver-Spiele. Bei dem verbotenen Mittel soll es sich um eine EPO-Variante handeln, berichtete PKOI-Generalsekretär Adam Krzesinski. Polens Damen-Quartett hatte im Staffel-Wettbewerb den sechsten Platz erreicht. «Der Zwischenfall überschattet den erfolgreichen Auftritt polnischer Sportler in Vancouver», sagte Krzesinski. Die 24-jährige Marek hatte im 30-Kilometer-Lauf den elften Platz belegt.
FIS-Skilauf-Direktor, Jürg Capol, sagte der Polnischen Presse- Agentur, falls die B-Probe mit der ersten identisch sein sollte, werde die polnische Sportlerin mit einer Sperre bestraft. Gewöhnlich betrage die Strafe zwei Jahre, erläuterte er.
Während der Winterspiele in Kanada wurden lediglich zwei Doping-Verstöße im Eishockey bekannt, die wegen ihrer minderen Schwere vom IOC nur mit Ermahnungen geahndet wurden. Der slowakische Profi Lubomir Visnovsky vom amerikanischen NHL-Club Edmonton Oilers war positiv auf das Stimulanzmittel Pseudoephedrin getestet worden. Zuvor war die russische Spielerin Swetlana Terentewa überführt worden. Sie hatte ein Nasenspray mit einer darin enthaltenden verbotenen Substanz genommen. Bei den Turin-Spielen 2006 gab es einen Doping-Fall: Damals war die Biathletin Olga Pylewa aus Russland positiv getestet worden. Insgesamt wurden rund 2000 Doping-Tests bei den Vancouver-Spielen veranlasst.
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