Olympiasiegerin Rebensburg: «Fantastisch»

Viktoria Rebensburg ist Olympiasiegerin im Riesenslalom. Als zweitjüngste deutsche Alpin-Dame holte die 20-Jährige Gold. Die dreimalige Junioren-Weltmeisterin gewann vor Tina Maze (Slowenien) und Elisabeth Görgl (Österreich).

Gewinnerin
Rebensburg beantwortet nach ihrem Sieg bei einer Pressekonferenz Fragen. 

Deutschland hat mit zwei Goldmedaillen die meisten bei den Alpin-Damen. Haben Sie die Medaillenzählerei verfolgt?

Rebensburg: «Ich hatte da einen Blick drauf. Aber, dass es so kommt, habe ich nicht erwartet. Ich habe eine Medaille erhofft, aber nicht Gold. Aber es ist passiert. Es ist cool. Es ist fantastisch.»

Haben Sie die großen Skirennfahrerinnen der 90er, wie Katja Seizinger, inspiriert?

Rebensburg: «Ja. Das war so. Seizinger war mein Idol. Sie hatte so viele Erfolge und Goldmedaillen. Ich habe immer zu ihr aufgeschaut.»

Wie ist die Goldmedaille im Vergleich zu ihren Titeln bei Junioren-Weltmeisterschaften?

Rebensburg: «Das kann man gar nicht vergleichen. Ich habe eine Goldmedaille bei Olympia gewonnen. Das habe ich nie erwartet. Das ist das Höchste, was man erreichen kann.»

Sie haben kein Rennen im Weltcup gewonnen und jetzt sind Sie Olympiasiegerin...

Rebensburg: «Das stimmt. Ich habe noch kein Rennen gewonnen, aber ich habe schon vorher gewusst, dass ich es kann. In Cortina war ich das erste Mal auf dem Podium, obwohl ich ein paar Fehler gemacht habe. Eine super Sache, dass der Sieg jetzt bei Olympischen Spielen passiert ist. Es muss an so einem Tag wirklich alles zusammen passen. Dass es genau bei Olympischen Spielen passiert ist, ist natürlich Wahnsinn.»

Wie haben Sie die Verschiebung des zweiten Durchgangs von Mittwoch auf Donnerstag erlebt.

Rebensburg: «Es war hart zu warten. Der Druck war höher. Ich habe gesagt, bleib cool und ruhig, fahr einfach den zweiten Lauf. Ich habe einfach versucht gut Skizufahren. Es war hart, aber im Endeffekt denke ich, dass es gut für mich war, denn ich habe gewonnen.»

Wie sind Sie mit dem Risiko des Angriffs umgegangen. Vollgas?

Rebensburg: «Natürlich, sonst gewinnt man nichts. Ich habe schon ein paar Situationen gehabt, in denen es brenzlig war. Es war auf alle Fälle nicht leicht zu fahren. Am Ende war ich in der Lage zu beschleunigen.»

Und wie war es, als Sie als Führende im Ziel standen und noch fünf Fahrerinnen oben standen?

Rebensburg: «Schrecklich.»

Ist es hilfreich eine Frontfrau wie Maria Riesch im Team zu haben?

Rebensburg: «Sie ist die Nummer 1 in unserem Team. Das ist gut für uns. Ich bin ein bisschen jünger als sie, sie hat viel erreicht. Der Druck für uns ist dadurch nicht so hoch. Sie hat vor ein paar Tagen Gold gewonnen und jetzt habe ich dasselbe gemacht. Verrückt.»

Warum waren so viele junge Skirennfahrerinnen gut?

Rebensburg: «Ich denke, wir fahren gut Ski. Wir können mit den Älteren mithalten, vor allem in den technischen Disziplinen. Im Speedbereich ist es härter, an der Spitze zu sein. Wir versuchen, uns alle zu verbessern und vielleicht denken wir weniger nach.»

Aufgezeichnet von Michael Becker und Christian Kunz, dpa

25.02.2010


termine25besenkalenderverkehrspiele


Infografiken | >>auf Bild klicken