Risiko-Freund Miller: Schafft er den Slalom-Coup?

Nach drei Medaillen in drei Rennen wurde Bode Millers Wagemut diesmal nicht belohnt. Beim olympischen Riesenslalom schied er im ersten Durchgang aus. «Ich riskiere eben mehr als andere. Das ist ein Punkt, warum ich auch in der Lage bin, Medaillen zu gewinnen», sagte der Amerikaner.

Wilder Ritt
Bode Miller fährt im Riesenslalom eine Torstange um. 

«Wenn man es schafft, sieht es immer leicht aus.» Und wenn man es nicht schafft, sieht es zu wild aus und das Rennen findet ein vorzeitiges Ende.

Miller wird es verschmerzen können. Dreimal hatte er in Whistler schon zugeschlagen - und viel wichtiger als der Riesenslalom ist, zumindest für die Statistik, der Torlauf. Denn sollte der viermalige Weltmeister am 27. Februar Edelmetall gewinnen, wäre er der einzige Alpine, der in allen fünf Disziplinen einmal auf dem Olympia-Podest stand. «Darauf konzentriere ich mich jetzt», betonte der zweimalige Gesamtweltcupgewinner, der in Kanada in der Kombination seine erste Goldmedaille bei Olympia gewann.

Den gemessen an der Medaillen-Anzahl erfolgreichsten US-Athleten bei Winterspielen, Shorttracker Apolo Anton Ohno (siebenmal Edelmetall), wird Miller nicht mehr erreichen können. Zumindest bei diesen Winterspielen gelingt Miller das nicht mehr, und dass er in Sotschi in vier Jahren noch dabei ist, ist kaum zu erwarten. Andererseits, bei dem Ski-Exzentriker weiß man es nie.

24.02.2010


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