Erste Iranerin bei Winterspielen: «Sehr müde»

Nach der Premiere als erste iranische Frau bei Olympischen Winterspielen war Marjan Kalhor einfach nur K.o. «Es ist sehr schwierig und ich bin sehr müde, weil es mein erster großer Wettkampf ist», sagte die 21-Jährige nach ihrer ersten Fahrt beim olympischen Riesenslalom.

Premiere
Marjan Kalhor fährt in Whistler im olympischen Riesenslalom. 

Die sechsmalige nationale Meisterin durfte bei den Winterspielen 2010 nicht nur auf die Ski-Piste. Ihr wurde auch die Ehre zuteil, bei der Eröffnungsfeier die Fahne ihres Landes zu tragen.

Probleme mit den islamischen Kleidervorschriften hatte sie bei der Fahrt auf «Franz 's Run» nicht. Angezogen ist man als Skirennfahrerin durch den eng geschnittenen, aerodynamischen Dress sowieso und ins Gesicht hatte sie sich bis über das Kinn einen pink-roten Schal gezogen. Der Kopf wurde durch den schwarzen Helm bedeckt. Außerhalb der Rennstrecke muss sie die traditionelle Bekleidung und ein Kopftuch tragen.

Im Ziel freute sich die Alpine über die Aufmerksamkeit, die ihr nach dem ersten Lauf zuteil wurde. «Wenn man eine Sportlerin sein möchte, muss man an den größten Wettkämpfen teilnehmen», sagte Kalhor, in deren Heimat bis vor kurzem Männer und Frauen getrennt Gondeln und Sessellifte benutzen mussten.

25.02.2010


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