Berthold: «Drei Goldmedaillen sind der Hammer»

Mit Doppel-Gold durch Maria Riesch in Kombination und Slalom sowie dem Olympiasieg von Viktoria Rebensburg im Riesenslalom haben die deutschen Ski-Damen bei den Winterspielen ihr Ziel von zwei Medaillen klar übertroffen.

Jubel
Die deutschen Ski-Damen (Foto: Viktoria Rebensburg) hatten in Whistler häufiger Grund zum Jubeln. 

«Drei Goldmedaillen sind der Hammer», sagte Damen-Bundestrainer Mathias Berthold nach dem Slalom-Erfolg von Maria Riesch. So gut waren deutsche Alpin-Damen nur 1998 um den damaligen Star Katja Seizinger.

Gold für Maria Riesch und kurz zuvor das Aus für deren Schwester Susanne: Wie haben Sie das Rennen erlebt?

Berthold: «Mit 25 lachenden und 20 weinenden Augen. Es tut mir total leid für Susi, vielleicht wäre sogar eine Medaille drin gewesen. Vielleicht war das ganze mit Olympia noch eine Nummer zu groß und ist für sie etwas zu früh gekommen. Sie hat ihr Leistungsvermögen nicht ganz abrufen können. Aber sie ist eine gute Saison gefahren und hat alles versucht. Darum ist das kein Problem, das hakt sie ab.»

Maria war dagegen wieder einmal im richtigen Moment zur Stelle...

Berthold: «Das war gewaltig. Da fehlen mir eigentlich die Worte. Es ist sensationell, was Maria geleistet hat. Wenn man berücksichtigt, dass sie hier gegen lauter Spezialistinnen gefahren ist. Und das als Allrounderin, die von einer Disziplin zur nächsten hetzt und sich nicht so intensiv auf den Slalom vorbereiten kann. Gewaltig.»

Wie fällt ihr Fazit für das ganze Damen-Team aus?

Berthold: «Die ganze Mannschaft ist ordentlich aufgetreten. Nur in der Abfahrt und im Super-G haben wir nicht ganz das gebracht, was wir können. Aber drei Goldmedaillen sind der Hammer. Was soll man da noch sagen? Und im nächsten Jahr haben wir die Heim-WM. Ich hoffe, dass wir dann von der Erfahrung so weit sind, dass wir mannschaftlich um die Medaillen mitfahren können.»

Interview: Michael Becker und Christian Kunz, dpa

27.02.2010


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