Deutsches Skeletonis vor Olympia stark wie nie

Von Frank Kastner, dpa

Die deutschen Skeletonis präsentieren sich im Olympia-Winter stark wie nie zuvor. In Vancouver soll nun endlich auch die erste Medaille bei Winterspielen her.

Vorfreude?
Marion Trott jubelt bei den Weltmeisterschaften 2009. 

Immerhin gewann Weltmeisterin Marion Trott aus Oberhof vor Jahresfrist auch die Generalprobe beim Weltcup im Whistling Sliding Center. Dritte wurde damals Anja Huber aus Berchtesgaden, die derzeit nach einem Bänderriss im Fuß wieder aufsteigende Form hat und Mitte Januar noch um das dritte Vancouver-Ticket der deutschen Frauen kämpfte.

Mit bereits zwei Saisonsiegen hat auch die WM-Dritte Kerstin Szymkowiak von der RSG Hochsauerland ihre Medaillen-Ambitionen unterstrichen. «Die Stimmung im Team ist grandios, wir helfen uns untereinander, wo es nur geht», betont die ehemalige Weltmeisterin Huber (2008), die als einzige Olympia-Erfahrung hat. Nach einem schweren Trainingssturz in Cesana kam sie 2006 auf den achten Platz.

Bei den Männern kann das Trio Frank Rommel (Zella-Mehlis), Michi Halilovic (Königssee) und Sandro Stielicke (Winterberg) jederzeit um den Sieg mitfahren. Zu verdanken haben sie das auch der Technik, denn die neuen Schlitten von der Forschungs- und Entwicklungsstelle für Sportgeräte in Berlin (FES) haben einen riesigen Qualitätssprung gemacht.

Rommel, der 2006 in Turin nur 24. wurde, gewann in dieser Saison den Weltcup auf der gefährlichen Piste in Lake Placid. Halilovic siegte auf der anspruchsvollen Bahn in Altenberg und Junioren- Weltmeister Stielicke überzeugte in diesem Winter mit drei zweiten Plätzen im Weltcup. «Wir streben bei Olympia je eine Medaille an. Doch bei vier Läufen kann auf der schwierigen Bahn in Whistler alles passieren», sagt Bundestrainer Jens Müller. Der weiß übrigens sehr gut, wie man in Kanada olympisches Gold gewinnt. 1988 in Calgary siegte er im Rennrodeln.

26.01.2010


termine25besenkalenderverkehrspiele


Infografiken | >>auf Bild klicken