Olympische Winterspiele 12. - 28.02.10
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Goldjunge Loch: «Warten hat sich gelohnt»
Als die Goldmedaille endlich um seinen Hals baumelte und die deutsche Nationalhymne erklang, konnte Felix Loch die Tränen nur noch schwer zurückhalten.
«Ich hatte definitiv feuchte Augen. Das war ein sehr emotionaler Moment», sagte der Rodel- Olympiasieger nach der stimmungsvollen Siegerehrung auf der Medals Plaza von Whistler. 26 Stunden nach seinem Gold-Lauf auf der umstrittenen Rodel-Bahn im Whistler Sliding Centre hielt der 20- Jährige die Belohnung in seinen Händen. «Das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl», meinte Loch.
Rund 4000 Zuschauer jubelten Loch, Silbermedaillen-Gewinner David Möller (Sonneberg/Schalkau) und dem Italiener Armin Zöggeler zu. «Königssee grüßt Felix Loch», stand auf einem Plakat, das deutsche Fans mit auf die Medals Plaza gebracht hatten. «Jetzt habe ich sie endlich in der Hand. Das ist einfach nur geil», meinte der jüngste Rodel-Olympiasieger strahlend. Immer wieder streichelte er die goldene Plakette, so als ob er es auch einen Tag nach seiner Triumph- Fahrt immer noch nicht fassen könnte. «Wenn man hier oben auf der Bühne steht, registriert man erst so richtig, was man erreicht hat», sagte Loch.
In der Nacht nach seinem Olympiasieg hatte der zweifache Weltmeister nicht schlafen können. Nach einem Interview-Marathon und den Feierlichkeiten im deutschen Haus lag Loch stundenlang wach - zu viel war auf den Nachfolger von Rodel-Legende Georg Hackl eingeprasselt. «Ich war so aufgewühlt, dass ich nicht eine Sekunde die Augen zugemacht habe», gestand Loch.
Die Nacht im Anschluss an die Siegerehrung sollte «deutlich ruhiger» werden. Ein erneuter Besuch im deutschen Haus, dann eventuell noch ein saftiges Steak, das sollte es für den ersten deutschen Olympiasieger der Winterspiele von Vancouver gewesen sein. Doch hin und wieder wollte Loch auch dieses Mal in seinem Bett im Olympischen Dorf die Augen öffnen. «Ich werde immer wieder kontrollieren, ob die Medaille noch da ist», sagte Loch. «Zu Hause bekommt sie dann einen ganz besonderen Platz.»
Auf familiären Beistand musste Loch bei der Siegerehrung allerdings verzichten. Vater Norbert Loch stand schon wieder bei den Frauen-Rennen an der Bahn, Stiefmutter Maria dürfte zumindest im fernen Deutschland trotz tiefer Nachtzeit vor dem Fernseher gesessen haben, nachdem sie in der Nacht zuvor mit Freunden in Schönau am Königssee auf den Sieg ihres «Goldjungen» angestoßen hatte.
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