Olympische Winterspiele 12. - 28.02.10
Übersicht | Medaillenspiegel | Olympia-BlogBiathlon | Bob | Curling | Eishockey | Eiskunstlauf | Eisschnelllauf | Funski/Snowboard | Rodeln | Shorttrack | Skeleton | Skialpin | Skinordisch | Skispringen
- Artikel
- 0 Kommentare
- Versenden
«Nicht Olympia-like»: Slalom-Start bei Frauen
Von Michael Fox und Frank Kastner, dpa
Noch vor einem Jahr war Top-Rodlerin Natalie Geisenberger gar nicht mehr zu bremsen vor Euphorie. «Ein traumhaft schöner Eiskanal», schwärmte die Deutsche nach ihrem Weltcup-Sieg bei der Olympia-Generalprobe auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Whistler.
Ein Jahr später war nach dem fürchterlichen Unfalltod des jungen Georgiers Nodar Kumaritaschwili alles anders: Ein Schatten lag auf der Eisrinne, und wie schon die Männer um Olympiasieger Felix Loch mussten sich auch die favorisierten deutschen Frauen bei ihrem Griff nach Gold völlig umstellen. Wie schwierig dies war, zeigte sich beim Auftakt am Kopfschütteln und Achselzucken vieler Athletinnen. Mitfavoritin Alex Gough verabschiedete sich bereits im ersten Lauf aus dem Medaillenkampf.
Als Reaktion auf Kumaritaschwilis Tod wurde die Strecke um knapp 150 Meter verkürzt, die Athletinnen gingen vom tiefer gelegenen Junioren-Start ins Rennen. Doch glücklich über das Unvermeidliche waren die Athletinnen angesichts der nur noch 953 Meter langen Bahn nicht. Vorwürfe, sie habe den hakenartigen Junioren-Start als «Kinder-Start» bezeichnet, wies Geisenberger vehement zurück. «Das habe ich nie gesagt», sagte die 22-Jährige der Deutschen Presse-Agentur dpa. Weltmeisterin Erin Hamlin aus den USA zeigte Verständnis: «Irgendetwas musste getan werden. Das konnte ja nicht einfach ignoriert werden.»
Die zweimalige Olympiasiegerin Sylke Otto, die die Suche nach ihrer Nachfolgerin direkt an der Bahn verfolgte, fühlte mit den Sportlerinnen. «Das ist eigentlich nicht Olympia-like. Aber man kann es nicht ändern. Und es ist ja für alle gleich.» Doch gerade die starken deutschen Starterinnen, die dank Hüfner und Geisenberger die ausländische Konkurrenz im Olympia-Winter nach Belieben dominierten und in allen acht Weltcup-Rennen die Siege unter sich ausmachten, hatten mit der neuen Lösung ein Problem: Schon nach wenigen Metern macht die Bahn einen Haken, so dass etwa Geisenberger nur zwei Paddelschläge am Start setzen konnte.
«Wir haben den ganzen Sommer trainiert und sind schnell und stark. Und nun sind die besten Starter langsam», klagte die Vize-Weltmeisterin aus Miesbach. «Wir sind gute Starter, aber diese erste Kurve macht uns wieder langsam», bilanzierte auch Seriensiegerin Tatjana Hüfner.
Interessante Weblinks
Wintersport-Ticker
Bob 15.05.2012
Europameister Florschütz holt WM-Dritten Bredau
Ski Nordisch 15.05.2012
Nur Sachenbacher-Stehle wechselt zum Biathlon
Biathlon 15.05.2012
Greis: Sotschi 2014 ist das lockende Ziel
Biathlon 11.05.2012
Biathlon 11.05.2012
Neuner erwirbt C-Trainer-Lizenz
Biathlon 08.05.2012
Magdalena Neuner: Abschied vom Zoll bestätigt
Skispringen 07.05.2012
Weltpremiere in Hinterzarten: Mixed-Team-Springen
Wintermix 05.05.2012
CAS bestätigt Dopingsperre für Shorttracker Fauconnet
Skispringen 03.05.2012
Schmitt setzt Skisprung-Karriere fort
Bob 02.05.2012
Skeleton-Olympiasiegerin Williams beendet Karriere
Biathlon 01.05.2012
Sabrina Buchholz beendet Laufbahn
Skispringen 30.04.2012
Bob 25.04.2012
Britischer Bob-Fahrer positiv getestet
Ski Alpin 24.04.2012
Nach Horrorsturz in Kitz: Karriere-Ende für Grugger
Wintermix 22.04.2012





