«Speedy» González: Letzter - mit Olympia-Rekord

Speedy» González ist der schnellste Rodler Argentiniens, aber der langsamste auf der Bahn von Whistler - und doch ein Rekordhalter unter den Olympia-Teilnehmern von Vancouver.

«Speedy»
Ruben Gonzalez hat in vier verschiedenen Jahrzehnten an Olympischen Spielen teilgenommen. 

Nur Rubén González (47) und der schon legendäre, für Mexiko startende Skirennfahrer Hubertus von Hohenlohe (52) haben an Winterspielen in vier verschiedenen Jahrzehnten teilgenommen. «Die Motivation ist wie ein Deo. Du musst es immer wieder auftragen, sonst verschwindet es», sagte Gonzalez nach seinen Starts 1988 in Calgary, 1992 in Albertville, 2002 in Salt Lake City und jetzt erneut in Kanada.

Beim Rennen der Einsitzer war Gonzáles auf Rang 38 Letzter, mit über 15 Sekunden Rückstand nach vier Läufen auf Olympiasieger Felix Loch. «Ich war nie ein großer Athlet. Ich bin nicht schnell, ich bin nicht stark. Ich bin wie dein Nachbar, eine ganz gewöhnliche Person - aber mit viel Biss», sagte González, der seit seinem sechsten Lebensjahr in den USA wohnt. Er hat ein Buch geschrieben («Der Mut zum Triumph») und arbeitet als Motivationscoach.

Der Südamerikaner hat sich bei seinem Knochensport x-mal etwas gebrochen und räumt ein: «Die ersten 20 Jahre hatte ich Angst. Kinder fangen ja mit zehn mit Rodeln an und fürchten nichts. Ich habe mit 21 begonnen und hatte barbarische Angst.» Die ist nach dem fürchterlichen Unfalltod seines georgischen Kollegen Nodar Kumaritaschwili zurückgekehrt. «Ich habe nicht gewusst, dass man aus der Bahn herausfliegen kann», sagte González erschüttert.

15.02.2010


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