Australierin Bright Halfpipe-Olympiasiegerin

Die Australierin Torah Bright hat bei den Olympischen Winterspielen die Goldmedaille in der Halfpipe gewonnen. Sie setzte sich auf dem Cypress Mountain vor den beiden Amerikanerinnen Hannah Teter und Kelly Clark durch.

Gold
Torah Bright of Australia jubelt über die Goldmedaille in der Halfpipe. 

Als Bright nach ihrer Gold-Fahrt in der Halfpipe unter den Zuschauern völlig überraschend ihre Eltern erblickte, kamen der Australierin die Tränen. Für den großen Augenblick ihrer Tochter hatten sie die fast 24-stündige Anreise vom Fünften Kontinent auf sich genommen. «Ich hatte keine Ahnung, hätte sie erst zu meiner Hochzeit erwartet», sagte die 23 Jahre alte Snowboarderin, die den Winter in den USA verbringt. Ihr Bruder und Trainer Ben hatte dafür gesorgt, dass die Überraschung bis zum Schluss eine blieb. Dafür mussten sich die Eltern sogar in der Toilette verstecken, als Tochter Torah im gleichen Haus weilte.

Die in Salt Lake City lebende Mormonin siegte mit 45,0 Punkten vor Hannah Teter und Kelly Clark. Teter hatte bei den Winterspielen 2006 in Turin triumphiert, Clark 2002 in Salt Lake City Olympia-Gold geholt. Deutsche Teilnehmerinnen waren nicht vertreten. 1998 war die Pforzheimerin Nicola Thost überraschend erste Damen-Olympiasiegerin in der Halfpipe geworden, doch ohne «halbe Pfeife» im eigenen Land sind Deutschlands Snowboarderinnen nicht mehr konkurrenzfähig.

Im ersten von zwei Final-Durchgängen gab es unter Flutlicht reihenweise Favoritenstürze. Sowohl Torah Bright als auch die Amerikanerin Kelly Clark kamen zu Fall und standen dann unter Druck. Im Finallauf zeigte aber insbesondere Bright ihre Klasse und setzte sich dank ihrer spektakulären Sprünge vor Halbzeit-Spitzenreiterin Teter. Die konnte als letzte Starterin nicht mehr kontern.

Weniger glimpflich ging ein Sturz für die Spanierin Queralt Castellet aus. Die Dritte der Qualifikation verletzte sich im Training kurz vor dem Finale, als sie bei einem Sprung mit dem Kopf auf die Kante der Halfpipe aufschlug. Die 20-Jährige war etwa eine halbe Minute bewusstlos und wurde vorsichtshalber in ein Krankenhaus gebracht. Obwohl Castellet im Finale starten wollte, entschieden sich die Ärzte für einen Transport der Athletin per Hubschrauber von Cypress Mountain nach Vancouver, um dort weitere Untersuchungen vorzunehmen.

19.02.2010


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