Weber: 5000-Meter-Lauf trotz Erkrankung

Marco Weber hat einen Tag vor dem 10 000-Meter-Rennen der Eisschnellläufer sein mäßiges Auftreten über 5000 Meter bei den Olympischen Winterspielen in Richmond mit einer Erkrankung begründet.

Erklärung
Weber ist nach seinem Rennen über 5000 m bei den Olympischen Spielen erschöpft. 

«Ich habe mir bei der Anreise eine bakterielle Erkrankung zugezogen und sollte mit Antibiotika behandelt werden. Doch ich wollte unbedingt laufen und habe nach Absprache mit den Ärzten auf Medikamente verzichtet», erklärte der Münchner. «Aber nach den 5000 Meter wollte ich das nicht als Begründung vorbringen, denn es war auch meine Entscheidung», fügte er zu seinem enttäuschenden 23. Platz hinzu.

Weber hatte sich vor Wochen wegen Unstimmigkeiten mit Bundestrainer Bart Schouten aus der Berliner Trainingsgruppe gelöst und war mit seinem Heimcoach Jan Coopmans eigene Wege gegangen. «Ich bin da nicht ohne Grund dort ausgestiegen. Die Verantwortung für das Abschneiden des Männer-Teams muss allein Bart Schouten übernehmen», sagte Weber. Das bislang beste Resultat der Deutschen war ein 16. Platz des Berliners Samuel Schwarz über 1000 Meter.

Für die 10 000 Meter ist der gebürtige Sachse Weber nun aber fit und zuversichtlich. «Nach den bisherigen Saison-Ergebnissen muss eine Top-10-Platzierung her. Ich habe selbst noch höhere Ziele, aber die werden nicht verraten», sagte der einzige deutsche Eisschnellläufer bei der letzten Einzelkonkurrenz der Herren am 23. Februar.

22.02.2010


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