Anschütz-Thoms: «Ewige Vierte» wird Ruf gerecht

Diesmal konnte sie nach ihrem vierten Platz sogar ein bisschen schmunzeln. «Pechmarie» Daniela Anschütz-Thoms hatte sich in der olympischen Eisschnelllauf-Konkurrenz über 5000 Meter nicht viel mehr ausgerechnet als ihre «Lieblings-Platzierung».

Blech
Daniela Anschütz-Thoms wurde über 5000 Meter erneut Vierte. 

«Heute bin ich weit weniger enttäuscht als nach den 3000 Metern, als mir zwei Hundertstel zu Bronze gefehlt haben. Diesmal waren es drei Sekunden, da muss man die Überlegenheit der drei Mädels da vorn akzeptieren», sagte die Erfurterin nach dem erneuten Platz neben dem Podium, der ihr wie auf den Leib geschneidert scheint.

Unglaubliche 15 vierte und fünfte Plätze hat die 35-Jährige bei Welt- und Europameisterschaften angesammelt, in Weltcup-Rennen waren es sogar 22. Mit ihren zwei weiteren «Blech-Medaillen» von Richmond kommt sie damit auf 39 Plätze knapp neben dem Podium. Und das größte Verhängnis für sie wäre, wenn nun im Team-Rennen ausgerechnet Nummer 40 folgen würde.

Nach ihrem 3000-Meter-Rennen hatte sich die Thüringerin schon in Sarkasmus geflüchtet: «Ich habe meine vierten Plätze schon immer knapp gewonnen.» Ob sie auch im kommenden Jahr weiter auf die «Jagd» nach Plätzen neben dem Siegerpodest gehen wird, hat sie noch nicht endgültig entschieden. Insider gehen aber davon aus, dass man auch im nächsten Jahr die «ewige Vierte» noch auf der Eisbahn sehen wird.

25.02.2010


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