Lindemann für mehr Risiko beim Eiskunstlauf

Mut zum Risiko wird im Eiskunstlauf nicht immer belohnt. Diese Erfahrung machte Ex-Weltmeisterin Asada Mao (19) nicht zum ersten Mal. Ihr dreifacher Axel, den sie schon im Kurzprogramm blitzsauber stand, hat mit 8,2 Punkten im neuen Wertungssystem einen relativ niedrigen Basiswert.

Forderung
Stefan Lindemann nimmt Anlauf zu einem Sprung. 

Dabei gilt das Element als ultimativer Sprung bei den Damen - derzeit springt ihn keine andere. Zuletzt stand ihn bei Olympia in den 90er Jahren nur ihre japanische Vorgängerin Midori Ito. Asada hängt an ihren Axel sogar einen Doppel-Toeloop dran - bekommt dafür aber nur 1,3 Punkte addiert. Dabei gilt die Kombination bei den Mädels als sensationell.

Bei den Herren wird seit Jahren über die Wertigkeit der Sprünge gestritten - Jewgeni Pluschenko heizte die Diskussion neu an. Für den vierfachen Toeloop gibt es nur einen Grundwert von 9,8. Sprung-Fans wie Elvis Stojko fordern eine Aufwertung auf 12 oder 14 Punkte. «Man muss die Wertigkeit des Vierfachsprungs erhöhen. Dann wird es auch mehr Risikobereitschaft geben», so Stefan Lindemann. Bei seinem WM- Bronze 2004 mit einem vierfachen Toeloop gab es mehr Läufer, die einen Vierfachen beherrschten. «Was den reinen Sport Eiskunstlaufen angeht, hat es sich natürlich stark zurückentwickelt», so Lindemann. Risiko sollte mit einer entsprechenden Punktzahl belohnt werden.

25.02.2010


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