USA stürmen mit 6:1-Gala ins Eishockey-Endspiel

Mit einem denkwürdigen 13-Minuten-Spektakel sind die US-Boys ins Endspiel des olympischen Eishockey-Turniers gestürmt. Die Amerikaner deklassierten Finnland im Halbfinale mit 6:1.

Finalisten
USA's Paul Stastny (l) bejubelt mit Jamie Langenbrunner (m) und Zach Parise ein Tor gegen Finnland. 

Schon nach 13 Minuten war beim Stand von 6:0 alles entschieden und der skandinavische Olympiazweite von Turin gedemütigt. «Das war, als wenn wir mit Schuss ins Tal gefahren wären», meinte Stürmer Ryan Kesler auch 20 Minuten nach Spielschluss noch völlig überwältigt. Im Finale am 28. Februar treffen die USA auf Gastgeber Kanada.

Nie zuvor hatte es in der olympischen Eishockey-Geschichte, in der seit 1992 Halbfinalspiele ausgetragen werden, ein derartiges Auftakt-Drittel gegeben. «Sowas habe ich noch nie erlebt, das waren 13 total verrückte Minuten», sagte auch Patrick Kane fassungslos. Ryan Malone hatte in der 3. Minute das Schützenfest eröffnet, als er einen Abspielfehler von Finnlands Torhüter Miikka Kiprusoff bestrafte. Anschließend war fast jeder Schuss ein Treffer. Zach Parise (7.), Erik Johnson (9.), zweimal Kane (11./13.) und Paul Stastny (13.) belohnten den Sturmwirbel der USA.

«Dieses Spiel ist nur schwer zu vergessen. Die Amerikaner haben unsere Fehler eiskalt bestraft», befand Finnland-Coach Jukka Jalonen. Bereits nach dem vierten US-Treffer von Kane hatte er den völlig überforderten Keeper Kiprusoff vom Eis geholt. Der bis dato statistisch beste Schlussmann des Turniers hatte nur drei von sieben Schüssen pariert. Doch auch Ersatzmann Niklas Bäckström konnte den US-Ansturm vor seinem Gehäuse kaum stoppen.

«Hoffentlich haben wir unser bestes Spiel nicht zwei Tage zu früh gezeigt», meinte US-Trainer Ron Wilson mit Blick auf das Endspiel. US-Kapitän Jamie Langenbrunner tönte indes: «Wir sind hergekommen, um Gold zu gewinnen. Jetzt haben die Chance dazu.» Auch Doppel-Torschütze Kane will sich mit Silber nicht zufrieden geben und versprach: «Wir können sogar noch zulegen. Wir wissen, dass wir jetzt Gold gewinnen können. Und genau das ist auch unser Ziel.»

27.02.2010


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