Olympia-Gastgeber: Eishockey-Sause ohne Folgen

Kanadas Olympisches Komitee COC schließt nach der wilden Gold-Party des Frauen-Eishockeyteams Konsequenzen aus. «Für uns ist der Fall abgeschlossen», sagte Präsident Michael Chambers.

Feucht-fröhlich
Die kanadischen Spielerinnen feiern feucht-fröhlich auf dem Eis. 

«Das war nicht mehr als eine falsche Entscheidung inmitten der Aufregung um die gewonnene Gold- Medaille». Die Spielerinnen von «Team Canada» hatten nach dem 2:0-Sieg im Olympia-Finale gegen Weltmeister USA auf dem Eis von Vancouver Bierdosen kreisen lassen, Champagner getrunken und Zigarren geraucht. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) zeigte sich verstimmt über die ausgelassenen Jubelszenen im Canada Hockey Place und kündigte einen Brief an die Olympia-Organisatoren an.

Das IOC will darin um weitere Details zu der Eis-Fete bitten. Es handle sich dabei aber nicht um eine offizielle Untersuchung, stellte das IOC klar. Es wird ohnehin damit gerechnet, dass den Kanadierinnen höchstens eine Rüge droht. John Furlong, Chef des Organisationskomitees VANOC, meinte sogar: «Das sind junge Leute, die einfach glücklich waren. Sie haben sich entschuldigt, aber sie sind großartige Botschafter für das Eishockey. Sie sollten nicht einen Moment bedauern, was sie getan haben.»

Zusätzliche Brisanz hatte die Sause der Kufencracks durch den Fakt erhalten, dass in Doppel-Torschützin Marie-Philip Poulin auch eine Minderjährige in der Öffentlichkeit Alkohol trank. Poulin ist erst 18, das gesetzliche Mindestalter für Alkohol-Konsum liegt in der Olympia-Provinz British Columbia jedoch bei 19 Jahren. In ihrer Heimatprovinz Alberta, dem Trainingsquartier von «Team Canada», hätte die ausgelassene Feier keine Folgen gehabt - dort dürfen Jugendliche schon ab 18 Alkohol trinken.

27.02.2010


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