Olympische Winterspiele 12. - 28.02.10
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Eishockey: Kanada-Party im Giganten-Gipfel: 7:3 gegen Russen
Von Christian Hollmann und Heiko Oldörp, dpa
Kanadas Eishockey-Party in Vancouver geht weiter. Die Super-Cracks des Olympia-Gastgebers demütigten im Giganten-Gipfel Weltmeister Russland mit 7:3 und sind nur noch zwei Siege vom ersehnten Heim-Gold entfernt.
In einem berauschenden Viertelfinale zeigte «Team Canada» seine bislang beste Turnierleistung. «Von so einem Spiel haben meine Jungs geträumt», sagte Trainer Mike Babcock. Mit dem Kantersieg sorgten seine Stars für ein neues Stimmungshoch in der Olympia-Stadt und nahmen zudem Revanche für die 0:2-Viertelfinalpleite vor vier Jahren in Turin, als Eishockey-Legende Wayne Gretzky bittere Tränen vergoss.
Die 8:2-Trainingseinheit im Playoff gegen das deutsche Team am Vortag hatte die Kanadier offenbar beflügelt. Im Vergleich zur Vorrunde wirkten die Hausherren wie ausgewechselt und wirbelten die Russen von Beginn an kräftig durcheinander. Ryan Getzlaf sorgte schon in der 3. Minute mit seinem Führungstreffer für den perfekten Start. Die russischen Wunderstürmer um Alexander Owetschkin wirkten beeindruckt. Als Dan Boyle per Schlagschuss zum 2:0 traf (13.) und Rick Nash nur 46 Sekunden später das 3:0 folgen ließ, rief Coach Wjatscheslaw Bykow seine angeknockten Schützlinge zur Auszeit. «Alles, was wir versucht haben, hat nicht funktioniert», klagte Bykow später.
Der Canada Hockey Place kochte da längst über. Freudetrunken stimmten die Fans immer wieder ihren «Go Canada Go»-Schlachtruf an. «Die Atmosphäre war elektrisierend. Es war einfach ein Riesenspaß», schwärmte Kanadas Keeper Roberto Luongo. Auch in den überfüllten Bars und Kneipen in Vancouvers Innenstadt ging es drunter und drüber. Die Straßen waren leergefegt, niemand wollte das vorgezogene Endspiel versäumen.
Der achtmalige Olympiasieger Russland wirkte trotz einer längeren Erholungspause völlig überfordert. Zwar verkürzte Dmitri Kalinin (15.) mit einem schönen Schlenzer, aber Brenden Morrow stellte noch vor Drittelende den alten Abstand wieder her (19.). Mit den Treffern von Corey Perry (24.) und Shea Weber (25.) zum 6:1 war die Partie schon entschieden. Bykow wechselte entnervt den Torwart.
Das zweite Tor der Russen durch Maxim Afinogenow (25.) konterte erneut Perry umgehend mit dem 7:2 (30.). Sergej Gonschar (32.) sorgte für den Endstand. In der Vorschlussrunde müssen die Kanadier nun gegen Titelverteidiger Schweden oder die Slowakei ran. «Wir sind bereit», versprach Kapitän Scott Niedermayer.
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