Curling: Deutsche Curler verpassen Halbfinale

Deutschlands Curler haben das Halbfinale der Olympischen Winterspiele verpasst. Das Team von Skip Andy Kapp unterlag Weltmeister Großbritannien im entscheidenden letzten Vorrundenspiel mit 2:8.

Prüfender Blick
Die deutschen Curler Holger Hoene (l) und Andy Lang schauen ganz genau hin. 

Vier Siege aus neun Vorrundenspielen reichten für die Mannen vom CC Füssen nicht für einen Platz unter den besten Vier. Rekord-Weltmeister Kanada (8:0), Norwegen (6:2), Großbritannien (5:3) und die Schweiz (5:3) waren bereits vor dem letzten Gruppen-Spieltag besser als die spielfreien Deutschen (4:5).

«Wir haben selber die Fehler gemacht», resümierte Ralph Schneider, Sportdirektor des Deutschen Curling-Verbandes. Der Olympia-Achte von 2006 hatte es nach dem 7:6-Arbeitssieg gegen China gegen die Briten mit dem schottischen Weltmeister-Skip David Murdoch selbst in der Hand, doch es ging fast alles schief.

Die Schlüsselszene des Spiels sorgte im vierten End für die Vorentscheidung. Bei einem Rückstand von 0:2 spielte Kapp seinen letzten Stein zu langsam. Statt im Haus blieb der knapp 20 Kilogramm schwere Stein vor dem Haus liegen - statt dem fest eingeplanten 1:2 hieß es 0:4. Denn so zählten zwei Steine der Briten, die zuvor auch einige Schwächen erkennen ließen. «Das war der Gau», kommentierte Schneider. Danach ließen sich die routinierten Briten den Vorsprung nicht mehr nehmen.

23.02.2010


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