Curler holen auf: Klarer Sieg gegen Frankreich

Die deutschen Curler haben ihre Aufholjagd bei den Winterspielen fortgesetzt. Gegen Lieblingsgegner Frankreich kam das Team von Skip Andy Kapp in Vancouver zu einem ungefährdeten 9:4-Erfolg.

Aufholjagd
Daniel Herberg dirigiert die Männer des deutschen Teams an den Besen. 

Nach dem schlechten Auftakt mit drei Niederlagen in Serie stehen für die Auswahl aus Füssen nun drei Siege und drei Niederlagen zu Buche, so dass der Einzug in die Medaillenrunde weiterhin möglich ist. Die Franzosen, die lediglich im dritten End mit drei Punkten einen kleinen Zwischenspurt einlegten, gaben bereits im achten von zehn Ends auf. Nächster Gegner für Kapp und seine Kollegen ist Dänemark.

Bereits früh hatten die Curling- Männer in die Erfolgspur zurückgefunden. Mit einem 7:6 gegen die Schweiz wurde das vorzeitige Turnier-Aus abgewendet. «Das war ein sehr wichtiger Sieg, die Niederlagen-Serie ist endlich gebrochen», meinte Sportdirektor Ralph Schneider erleichtert.

Vor knapp 5000 Zuschauern, darunter der ehemalige IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch, avancierte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer zum Glücksbringer für die Füssener. Als der CSU-Chef mit seiner Ehefrau auf der Tribüne Platz nahm, hatte das Kapp-Team gerade im siebten End den frühen 1:4-Rückstand ausgeglichen. Als Seehofer knapp 40 Minuten später die Arena wieder verließ, hatten sich die Deutschen im neunten Durchgang den vorentscheidenden 7:5- Vorsprung erspielt.

«Ich hoffe, er hat noch öfter Zeit, vorbeizuschauen. Wir sind schließlich alles Bayern im Team und haben sogar eine bayerische Fahne bei uns im Zimmer», sagte Kapp. Gegen die Franzosen klappte es dann aber auch ohne Seehofer als Fan auf der Tribüne. Wie bei den vergangenen Welt- und Europameisterschaften wurde der Gegner in die Schranken gewiesen. Mit sieben Punkten vom fünften bis achten End wurde ein 2:4-Rückstand gedreht. Dann gaben die Franzosen vorzeitig auf.

21.02.2010


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