Simone Hauswald: Kindheitstraum erfüllt

Als sich für Simone Hauswald der Kindheitstraum nach bitteren Sportlerjahren erfüllt hatte, verbeugte sie sich auf der «Medals Plaza» in asiatischer Manier und schickte Grüße in die Heimat ihrer Mutter.

Bronze
Simone Hauswald steht freudestrahlend auf dem Podium in Whistler. 

«Mir war es ganz wichtig, dass auch der südkoreanische Teil in mir bei diesem für mich so emotionalen Moment deutlich wird», sagte die Bronzemedaillen-Gewinnerin im Biathlon nach der Siegerehrung in Whistler. Nach Platz drei im Massenstart über 12,5 Kilometer telefonierte sie erst einmal kurz mit ihrem Ehemann und Heimtrainer Steffen in der Heimat und traf eine Verabredung: «Der muss jetzt länger aufbleiben.»

Bei Olympia 2002 in Salt Lake City hatte die Tochter eines Deutschen und einer Südkoreanerin verletzt passen müssen. Vier Jahre später war sie zwar Teil des deutschen Teams, kam aber nicht zum Einsatz und reiste vorzeitig ab. «Turin ist schon lange abgehakt. Ich weiß nicht, warum das immer wieder hochkommt. Es waren bittere Zeiten, aber die haben mich zur Bronzemedaille gebracht», sagte sie. Immer wenn sie mit einem guten Gefühl aufstehe, sei ihr Tag gerettet. «Ich hatte vor dem Rennen ein gutes Gefühl», sagte Hauswald, deren bislang größter Erfolg Platz zwei bei ihrer «Heim-WM» in Südkorea 2009 gewesen war.

22.02.2010


termine25besenkalenderverkehrspiele


Infografiken | >>auf Bild klicken