Olympische Winterspiele 12. - 28.02.10
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DSV will Trendsportarten stärker fördern
Mit einer verstärkten Förderung der Trendsportarten will der Deutsche Skiverband (DSV) auf den immer härter werdenden Medaillenkampf bei Olympischen Winterspielen reagieren.
«Wenn man sieht, welche Anzahl an Medaillen im Skicross, Freestyle und Snowboard vergeben wird, müssen wir uns mit dem DOSB gemeinsam die große Grundsatzfrage stellen, wie wir im Medaillenspiegel 2014 und 2018 unter den Top 3 bleiben wollen, wenn wir diese Dinge nicht mit abdecken», sagte DSV-Präsident Alfons Hörmann.
Bis heute stünden diese Sportarten, in denen in Cypress Mountain zwölf Olympiasieger ermittelt wurden, kaum im Fokus. «Wir müssen Konzepte entwickeln, wie wir in den Disziplinen ähnlich professionell aufgestellt sein können wie in den klassischen Sparten. Zumal die Luft dort immer dünner wird. Wenn wir eine der führenden Wintersport- Nationen bleiben wollen, müssen wir uns mit dem DOSB Gedanken darüber machen, wie solche Konzepte aussehen können», erklärte Hörmann.
Den Deutschen Olympischen Sportbund will er auch finanziell in die Pflicht nehmen. «Ohne bereits Pflöcke einzuschlagen kann ich sagen, dass der DSV alleine kein weiteres Millionen-Projekt schultern kann. Die Mittel, die wir künftig haben, brauchen wir für die klassischen Kernsportarten. Da müssen wir die Gelder konzentrieren. Es wäre falsch, dort Abstriche zu machen. Deshalb können zusätzliche Disziplinen nur über entsprechende Fördermittel von anderer Seite oder Sponsoren abgedeckt werden», meinte der DSV-Chef.
Seitens des Verbandes habe man sich bereits Gedanken gemacht, wie das Thema strategisch angegangen werden kann. Allerdings weiß Hörmann um die schwierigen Mechanismen des Geschäfts. «Du musst erst die Leistung produzieren, dann kommen die Mittel. Da beißt sich die Katze in den Schwanz.»
Mit dem Auftritt der Ski-Asse bei den Winterspielen zeigte sich Hörmann schon vor dem abschließenden 50-Kilometer-Langlauf der Herren zufrieden. «Insgesamt ist unser Ziel weitgehend erfüllt. Wir haben die Bestätigung bekommen, dass die Grundkonzepte stimmen und der Erfolg da ist. Besonders freut mich, dass die Alpinen nach den Problemen des vergangenen Jahrzehnts mit einem ganz großen Ausrufezeichen dazu beigetragen haben, dass wir jetzt wieder bei sechs Goldmedaillen sind und damit das Ergebnis von Turin wiederholt haben», sagte Hörmann.
Einzige Verlierer im DSV waren die Biathlon-Herren, die ohne Edelmetall blieben. «Dort wo es nicht so gelaufen ist, müssen wir uns die Frage stellen, wie können wir die Zusammenarbeit mit den Stützpunkten verbessern», sagte Hörmann.
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