Sicher ist sicher

Vancouver 2010 - Sicherheit
Vancouver - Olympische Spiele sind wie Urlaub. Wer auf seinen Zuschauerplatz will, muss wie am Flughafen durch eine Sicherheitsschleuse. Das volle Programm, sicher ist sicher. Aber an den Sportstätten zwischen Vancouver und Whistler Mountain geht es zu wie auf dem Münchner Flughafen – es gibt Sicherheitslücken.

Uwe Müssiggang, Bundestrainer der deutschen Biathletinnen, berichtet beispielsweise, dass die Athleten und Betreuer auf dem Weg von A nach B x-fach durch die Schleuse müssten. Jedes Auto und jeder Bus wird per Unterbodenspiegel unter die Lupe genommen. Nur halt nicht so genau. Die Patronen der Biathleten im Handschuhfach habe noch keiner kontrolliert, so Müssiggang. Hoffentlich geht alles gut.

Das Thema ist explosiv. Immer wieder werden Journalistengruppen auseinander gerissen. Hier laufen die Kontrollen anders ab. Am Eingang wird jede Akkreditierung gescannt, ein Computer zeigt nach einem Zufallsprinzip an, ob man durch den Metallrahmen marschieren und alles Geraffel durch den Scanner geben muss, oder ob man mir nichts, dir nichts als freier und unkontrollierter Mann zum Arbeiten gehen darf – im Zweifel mit Patronengurt. Zufällig muss kaum durch den Metallrahmen marschiert werden. Ob es bei den Spielen einen Zwischenfall gibt oder nicht, hängt also gewissermaßen vom Zufall ab.

Für die Sicherheitsleute an den Pressezentren sind die Spiele wie Urlaub.



15.02.2010


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