Raclette to go

Der Nordamerikaner ist praktisch veranlagt, was manchmal unheimlich unpraktisch sein kann. Fernbedienung für den nicht ganz echten offenen Kamin - akzeptiert. Bärensichere Mülleimer in der Fußgängerzone – also gut. Nicht zu vergessen das Hotel-Frühstück to go – prima auf Dienstreisen.

In Vancouver gibt es gar Raclette to go - das geht gar nicht. Wenn etwas mit Ruhe gegessen werden will, dann … ach, macht doch, was ihr wollt. Aber einen zentralen Verbesserungsvorschlag könntet Ihr ernst nehmen. Dass eure Duschköpfe an der Wand montiert sind, spart vermutlich Kosten, ist aber total unpraktisch. Denn ein gesunder Mitteleuropäer verliert am Tag durchschnittlich 70 bis 100 Haare.

Manche sollen das ja gleich morgens beim Duschen erledigen, dann ist das Thema schon mal durch. Aber wie soll man bitte schön danach der haarigen Lage am anderen Ende der Badewanne Herr werden? Mit den Fingern aufklauben? Badewanne halbvoll laufen und dann das Wasser gleich wieder ablassen? Es ist zum Haare raufen.

Wenn dieses Problem geklärt ist, bleibt vielleicht auch endlich mal Zeit, um sich der Höllenmaschine in/unter der Küchenspüle widmen zu können. Man kann sie mit einem Schalter zum Laufen bringen. Ist das ein Häcksler? In der Spüle? Soll das praktisch sein?

PS: Noch kurz zum Thema Lotto und dem 42-Millionen-Dollar-Ding. Natürlich habe ich nicht einen Cent gewonnen. Sie denken jetzt: Das muss er ja sagen, sonst steht den lieben langen Tag Gott und die Welt vor seiner Haustür. Stimmt ...

21.02.2010


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