Noch nicht in WM-Form: DEB-Team in Weißrussland Letzter

Bis zum Beginn der Weltmeisterschaft in knapp drei Monaten wartet auf das deutsche Eishockey-Nationalteam noch viel Arbeit. Beim Vier-Nationen-Turnier Belarus-Cup in Weißrussland wurde die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) Letzter.

Unterlegen
Patrick Hager (l) hatte mit dem DEB-Team das Nachsehen gegen die Schweizer um Juraj Simek. Foto: Tatyana Zenkovich 

Das Team von Bundestrainer Jakob Kölliker verlor gegen dessen Landsleute aus der Schweiz das Spiel um Platz drei mit 0:1 (0:1, 0:0, 0:0). Das Tor des Tages erzielte Michael Liniger von den Kloten Flyers bereits in der dritten Minute. Im Endspiel setzte sich die Slowakei mit 5:1 gegen Gastgeber Weißrussland durch.

«Uns hat in vielen Fällen die letzte Konsequenz gefehlt. Wir hatten zwar mehr und auch die besseren Chancen, doch der Puck wollte nicht ins Tor. Wir hatten viel Aufwand aber wenig Ertrag», sagte Kölliker nach dem Spiel. Das DEB-Team blieb das gesamte Turnier ohne Torerfolg. Bereits am Freitag hatte Deutschland gegen Gastgeber Weißrussland deutlich mit 0:4 verloren.

Gegen die Schweiz offenbarte Deutschland vor allem im Überzahlspiel Schwächen. Vier Möglichkeiten zum Powerplay blieben ungenutzt. Das entscheidende Tor fiel, als Martin Buchwieser vom EHC München gerade von der Strafbank zurückgekehrt war.

Es war die erste Niederlage gegen die Schweiz nach zuvor drei Siegen in Serie. Im siebten Spiel unter Köllikers Verantwortung kassierte Deutschland die dritte Niederlage. Für den Schweizer, der sich auf seine erste WM als deutscher Bundestrainer vorbereitet, war es die letzte Möglichkeit für Experimente. Anfang April beginnt die WM-Vorbereitung mit zwei Spielen gegen Rekordweltmeister Russland in Freiburg und Ravensburg. «Die Sichtung ist nun beendet, jetzt müssen wir die Konsequenzen daraus ziehen», sagte Kölliker.

Zum erstmals ausgetragenen Belarus-Cup hatte Kölliker einige verletzungsbedingte Absage erhalten; auch die deutschen NHL-Spieler waren nicht mit dabei. Der Bundestrainer setzte daher auch auf international unerfahrene Spieler, wie den Düsseldorfer Evan Kaufmann, der zum ersten Mal für die Nationalmannschaft antrat.



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