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Neue Runde in Köllikers WM-Casting
Von Manuel Schwarz, dpa
Auch im letzten Test vor Beginn des WM-Countdowns bleibt Jakob Kölliker seiner Linie treu. Varianten proben, Taktiken testen, vor allem aber so viele Spieler wie möglich beobachten - das ist das Ziel des neuen Eishockey-Bundestrainers.
Zum Belarus-Cup, bei dem die deutsche Auswahl am Freitag gegen Gastgeber Weißrussland antritt, lud der Schweizer Coach wieder mehrere Spieler, die er bislang noch nicht aufgeboten hatte. «Das Turnier dient uns vor allem dazu, Spieler zu sichten», sagte Kölliker, der in acht Monaten Dienstzeit 51 verschiedene Akteure vorspielen ließ.
Das erstmals ausgetragene Vier-Nationen-Turnier in Minsk, an dem auch die Slowakei und die Schweiz teilnehmen, ist vor allem wegen der Terminballung im Frühjahr besonders wichtig. Weil die unmittelbare WM-Vorbereitung mit den Playoffs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) kollidiert, werden dem Auswahlcoach im April noch viele Kandidaten fehlen. Spieler der beiden Finalteams etwa dürften erst knapp eine Woche vor WM-Beginn zur Nationalmannschaft stoßen.
Diesmal konnte Kölliker noch aus dem Vollen schöpfen und berief unter anderem auch die beiden im Ausland spielenden Torhüter Dennis Endras (Helsinki) und Dimitrij Kotschnew (Mytischi) ins Team - beide sorgten zusammen bei der Heim-WM 2010 für Furore. «Wir müssen jetzt einfach schauen, wer für die WM ins Puzzle passt», meinte der Trainer. «Alibi-Nominierungen» von Spielern, die er noch nie gesehen hat, will Kölliker bei der WM in Schweden und Finnland vermeiden.
Ausfälle hatte der Coach allerdings auch vor der Abreise nach Minsk zu beklagen. Aus Berlin konnte kein Spieler anreisen, weil sich etwa allein André Rankel, Constantin Braun und Frank Hördler - bei der WM 2011 noch Leistungsträger - zuletzt verletzt hatten. Mit Cracks aus der NHL konnte er ohnehin nicht rechnen.
Für Profis wie Neuling Evan Kaufmann von den DEG Metro Stars bietet sich damit die Chance, bei Kölliker zu punkten. «Wir wollen wissen, wo wir stehen, weiter in die Tiefe gehen und schauen, wie wir uns gegen Top-Nationen behaupten können», sagte der Trainer.
Im ersten Match erwartet die Truppe des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bereits ein Härtetest. «Die Weißrussen sind ein eingespieltes Team. Es werden viele Spieler aus der russischen Liga KHL dabei sein und vielleicht auch einige NHL-Spieler», sagte Kölliker.
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