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Hannover rettet in Mainz einen Punkt
Von Detlef Rehling, dpa
Bittere Gefühle überkamen Trainer Thomas Tuchel nach dem 1:1 (1:0) des FSV Mainz 05 in der Fußball-Bundesliga gegen Hannover 96.
«Zwei Punkte kurz vor Schluss zu verlieren, tut weh. Aber insgesamt ist es ein gerechtes Ergebnis. Also Haken dran und Konzentration aufs nächste Spiel in Hoffenheim», sagte der 38-Jährige. «So spät noch den Ausgleich zu machen, ist immer ein Stück weit glücklich. Wir haben eine sehr gute Auswärtspartie gespielt und deshalb ist der Punkt verdient», meinte 96-Coach Mirko Slomka, der mit dem Punkt das erste Gegentor in der laufenden Rückrunde verkraften konnte.
«Aber so früh im Spiel darf das nicht passieren», grantelte Slomka. Dafür gefielen dem Trainer der Niedersachsen das leidenschaftliche und kämpferisch geprägte Spiel seiner Mannschaft. «Es war ein gutes und intensives Bundesligaspiel», lobte Slomka, der aber mit dem Ausnutzen der Torchancen nicht zufrieden sein konnte. «Schon in der ersten Halbzeit hatten wir beste Möglichkeiten. Aber die Abstimmung zwischen Abdellaoue und unserem Neuzugang Diouf kann noch nicht so klappen nach ein paar Tagen», bemerkte Slomka.
Mohamed Zidan erweist sich als Glücksgriff für Mainz 05. Sein zweiter Treffer nach seiner Rückkehr brachte die Mainzer nach sieben Minuten in Front. «Seine Qualitäten haben unsere Gefährlichkeit weiter verstärkt», lobte Tuchel. «Ich hätte lieber die drei Punkte gehabt», entgegnete der torgefährliche Ägypter. «Wir müssen weiter Gas geben und nicht aufgeben», erklärte Zidan, der erstmals mit Adam Szalai und Eric Maxim Choupo-Moting stürmte.
«Mainz spielt Pressing auf dem ganzen Platz. Sich da zu befreien, gelingt nur wenigen Mannschaften», sagte Hannovers Jan Schlaudraff, der das Fußball spielen im nahen Bingen erlernte. Seinem Team bescheinigte der ehemalige Nationalspieler eine gute Leistung. 05-Abwehrmann Niko Bungert hätte für Schlaudraff vom Platz gestellt gehört. Der mit Gelb vorbelastete Mainzer hatte nach 60 Minuten Lars Stindl rüde von den Beinen geholt, Schiedsrichter Felix Zwayer beließ es bei einer ernsthaften Ermahnung. «Er sollte sich beim Schiedsrichter bedanken», meinte Schlaudraff.
Nach dem Mainzer 1:0 hatte Hannovers Diouf die Chance, den Rückstand fast postwendend zu egalisieren. Doch eine Hereingabe von Konstantin Rausch drosch er aus fünf Metern über die Latte (10.). Rausch zwang Christian Wetklo zu einer Parade (20.), auch Mohammed Abdellaoue (24., 40.) sowie Jan Schlaudraff (36.) konnten ihre Möglichkeiten in der starken ersten Halbzeit nicht nutzen.
Trotz der frostigen Temperaturen blieb die Partie heiß umkämpft- Leidenschaft auf beiden Seiten, keine Mannschaft steckte zurück. Die Mainzer mussten die Abwehr umstellen, weil sich Zdenek Pospech am rechten Knie verletzte. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Der gefährdete Bungert musste durchspielen. «Der Niko hat sich ein bisschen zurückgenommen und es gut gemacht», lobte sogar Slomka.
Hannovers Coach hatte das richtige Händchen bei den Einwechslungen. Artur Sobiech war gerade vier Minuten auf dem Platz, als er goldrichtig im Mainzer Strafraum stand und zum 1:1 vollendete. «Eigentlich hatte wir die Sache doch im Griff. In dieser Phase haben wir kaum noch was zugelassen und Hannover meist gut vom Tor ferngehalten», ärgerte sich der Mainzer Coach Tuchel.
Spieldaten:
FSV Mainz 05 - Hannover 96 1:1 (1:0)
Ballbesitz in %: 45,2 - 54,8
Torschüsse: 13 - 15
gew. Zweikämpfe in %: 52,9 - 47,1
Fouls: 16 - 12
Ecken: 7 - 7
Quelle: optasports.com
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