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Stuttgarter Fehleranalyse
Von Hannes Kern
Fussball - Vier Niederlagen in der Fußball-Bundesliga in Folge und ein Mammutprogramm von fünf Spielen in der Bundesliga und der Europa League in 14 Tagen − der VfB Stuttgart steht wieder einmal am Scheideweg. "Im Grunde ist jede Partie in der Bundesliga ein Schlüsselspiel", sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia vor der Begegnung am Samstag (15.30 Uhr) in der Mercedes-Benz-Arena mit dem Tabellennachbarn Werder Bremen.
Negativserie Das Wort Krise nimmt derzeit noch keiner auf dem Wasen in den Mund. "Ärgerlich" sei die Negativserie, sagte Labbadia, "wir können das nicht hinnehmen." Zumindest ist die Situation für Trainer und Mannschaft nichts Neues. In den vergangenen zweieinhalb Jahren erlebte der Verein eine Achterbahnfahrt, schrammte knapp am Abstieg vorbei und qualifizierte sich noch für die Europa League. Droht dem VfB erneut ein Abgleiten in den Tabellenkeller? Labbadia sieht einen Vorteil darin, dass sein Team mittlerweile mit Rückschlägen umgehen könne. "Aber es ist jedes Mal ein Kraftakt", sagte er. In dieser Woche stand vor allem die Aufarbeitung des 1:3 in Düsseldorf auf dem Stundenplan der wenigen Akteure, die überhaupt da waren. Neun Feldspieler plus Torleute nahmen am Training teil, die anderen waren für Länderspiele abgestellt.
Der Rest bekam von Labbadia noch einmal schmerzhaft vorgeführt, was in Düsseldorf alles schief gelaufen ist. "Wir hatten 81 Prozent Ballbesitz in der ersten Hälfte. Das ist schön, aber wir haben es nicht gut ausgespielt. Insgesamt war das Verhalten mit dem Ball nicht gut", sagt der Trainer. Hinzu kam die erschreckend hohe Quote an individuellen Fehlern. "Das begleitet uns schon die ganze Rückrunde. Diese Fehler sind meist in der Vorwärtsbewegung passiert."
Labbadias Darstellung zufolge ist das eingetreten, was er befürchtet hatte. "Die Vorbereitung war gut, aber wir hatten nur wenige Spieler zur Verfügung."
Hierarchien Labbadia nutzte die Woche, um intensive Gespräche zu führen. "Aufarbeitung und Hilfestellung", lautete das Thema. Es geht dem Trainer auch darum, "gewisse Hierarchien in der Mannschaft zu entwickeln". Das aber gehe nicht von heute auf morgen. "Da müssen die Spieler hineinwachsen."
Mit welcher Elf der VfB gegen Bremen aufläuft, wusste Labbadia gestern selbst noch nicht. Das hängt auch davon ab, in welchem gesundheitlichen Zustand die Nationalspieler zurückkehren. Wahrscheinlich kann Labbadia wieder auf Georg Niedermeier zurückgreifen. Der Innenverteidiger fehlte wegen muskulärer Probleme. Mit dabei ist auch der zuletzt gesperrte Martin Harnik.
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