TSB verkauft sich ordentlich gegen Göppingen

Handball  Der Erstligist FrischAuf Göppingen gewinnt das DHB-Pokalspiel mit 45:26 gegen den TSB Horkheim. Am Sonntag endet das Turnierwochenende.

Von Stephan Sonntag

26 Tore gegen einen Erstligisten – das ist eine ordentliche Ausbeute für den TSB Horkheim. Trotzdem war der Drittligist im DHB-Pokalspiel gegen Frisch Auf Göppingen vor einer sehr guten Kulisse in der Stauwehrhalle natürlich chancenlos. Am Ende gewannen die Gäste mit 45:26 (20:10).

Die Gäste begannen mit den ehemaligen Horkheimern Daniel Rebmann und Sebastian Heymann in der Startformation. Bis zum 2:2 (3. Minute) war das Spiel ausgeglichen. Die Neuzugänge Florian Möck und Felix Kazmeier erzielten die ersten beiden Treffer für den TSB. Danach nahm das Spiel seinen erwarteten Verlauf: Fehlwurf Horkheim oder Ballgewinn Göppingen, Gegenstoß, Tor. Beim Stand von 7:2 (7.) für die Gäste nahm Horkheims Trainer Jochen Zürn eine frühe Auszeit. Das Rückzugsverhalten seines Teams gefiel ihm nicht.

Auch Heymann trifft gegen den TSB

Nach neun Minuten erzielte Heymann sein erstes Tor gegen die Ex-Kollegen zum 9:2. Danach fand der TSB wieder besser ins Spiel und hielt den Rückstand bis zum 10:20-Pausenstand in erträglichen Grenzen. Immer mal wieder gelangen kleine Nadelstiche. Sei es ein Gegenstoßtor durch Daniel Grosser (17.) oder zwei Paraden von Horkheims Nummer drei im Tor, Tim Schniering. So hatte sich Zürn das vorgestellt.

Mit Beginn der zweiten Hälfte durfte Linus Mathes das Göppinger Tor hüten. Der etatmäßige Horkheimer Keeper besitzt ein Zweitspielrecht für Göppingen und wäre bei einem Einsatz für den TSB in den folgenden DHB-Pokal-Runden für den Erstligisten nicht mehr spielberechtigt gewesen.

In den zweiten 30 Minuten war die Partie naturgemäß ein gutes Stück von einem heißen Pokal-Fight entfernt. Der Bundesligist tat das Notwendige, hatte sicher aber auch schon das Pokalduell am Sonntag (16 Uhr) gegen die Rimparer Wölfe im Hinterkopf, die die erste Partie des Turnierwochenendes mit 39:31 gegen die HSG Nieder-Roden gewonnen hatten. Göppingens Coach Magnus Andersson nutzte das Spiel unter anderem, um die Abläufe mit dem siebten Feldspieler zu üben. Der TSB blieb seinem Nadelstich-Konzept treu und immerhin gelangen gegen den EHF-Pokalsieger mehr als 20 Treffer.