TSB Horkheim verpatzt Saison-Auftakt

Handball  Horkheimer verlieren erstes Drittliga-Spiel der Saison 2017/18 vor heimischem Publikum mit 24:26 gegen die TSG Haßloch. Die Gäste waren das abgezocktere Team.

Von Stephan Sonntag

Aller Anfang ist schwer, das galt am Samstagabend zum Drittliga-Auftakt für beide Teams in der Stauwehrhalle. Letztlich war die TSG Haßloch in den entscheidenden Situationen die clevere Mannschaft und gewann beim TSB Horkheim verdient mit 26:24 (13:12).

Die mit zwei Drittliga-Debütanten angetretenen Gastgeber taten sich besonders im Angriff über 60 Minuten sehr schwer. Drei vergebene Siebenmeter und viele nicht verwandelte freie Würfe gaben am Ende den Ausschlag.

TSB tat sich schwer gegen Haßlocher Verteidigung

Die Anfangsphase war geprägt vom Duell Hendrik Bohnenstengel gegen Daniel Schlingmann. Gleich drei Mal blieb der Haßlocher Keeper Sieger im Eins-gegen-Eins-Duell gegen den Horkheimer Linksaußen. Der Auftakt für eine erste Halbzeit, in der die Gäste beständig ein oder zwei Tore vorlegten und der TSB große Mühe hatte, den Anschluss zu halten.

Nur einmal brachte der starke Debütant Felix Kazmeier die Gastgeber in Front - beim 6:5 (17. Minute). Besonders die wechselnden Abwehrformationen der TSG bereiteten der Horkheimer Offensive große Probleme. Mal verteidigte das Team von Trainer Tobias Job in der 6:0-Formation, mal in einer offensiven 3:2:1. Dem TSB-Rückraum fiel es schwer, immer die adäquate Idee gegen diese variable Defensive zu finden.

12:13 zur Pause

Dadurch dass, die TSB-Abwehr nach kleinen Schwächen in der Anfangsphase aber immer sicherer wurde, musste sich auch Haßloch jedes Tor schwer erarbeiten. In der Schlussphase der ersten 30 Minuten war es dann allein Kazmeier, der sein Team mit zwei Treffern zum 12:13-Pausenstand in Schlagdistanz hielt.

In die zweite Hälfte startete der TSB mit zwei schönen Treffern von Philip Strobel und Alexander Schmid. Doch weiterhin waren die Gäste effektiver im Angriff. Bis auf 19:16 (42.) setzten sie sich ab, fingen sich dann aber kurz hintereinander vier Zeitstrafen ein, so dass der TSB durch Daniel Grosser wieder auf 20:21 (48.) heran kam.

Immer noch in Überzahl traf Pierre Freudl zum 22:22-Ausgleich (49.). Haßloch blieb jedoch das abgezocktere Team und ging schnell wieder zum 23:21 (51.) weg. Zwei Mal hatte der TSB beim Stand von 24:25 noch die Chance zum Ausgleich, doch Schlingmann und ein Schrittfehler verhinderten diesen. Eine halbe Minute vor Schluss entschied Andreas Zellmer mit dem 26:24 die Partie schließlich.