Horkheimer Aufholjagd wird mit zwei Punkten belohnt

Handball  Der TSB dreht in Pfullingen einen 4:11-Rückstand in einen 28:25-Sieg. Mit dem zweiten Erfolg hintereinander verlässt Horkheim das Tabellenende der 3. Liga Süd und steht jetzt mit 4:4 Punkten im Mittelfeld.

Von Stephan Sonntag

Horkheimer Aufholjagd wird mit zwei Punkten belohnt
Horkheims Kreisläufer Alexander Schmid (beim Wurf) war mit acht Treffern der beste TSB-Schütze in Pfullingen. Foto: Archiv/Veigel

In der Anfangsphase sah es ganz böse aus für den TSB Horkheim. Mit 4:11 lag das Team von Trainer Jochen Zürn nach 14 Minuten in der Pfullinger Kurt-App-Sporthalle hinten. Doch dank einer fulminanten Aufholjagd gelang den Gästen am Ende noch ein 28:25 (13:16)-Sieg.

Mit dem zweiten Erfolg hintereinander verlässt der TSB das Tabellenende der 3. Liga Süd und steht jetzt mit 4:4 Punkten im Mittelfeld. "Ich bin brutal stolz auf die Jungs, wie sie sich diesen Sieg erkämpft haben", sagte Zürn.

Dreieck Feudl-Zerweck-Schmid ist Schlüssel zu Erfolg

Wie schon beim ersten Auswärtsspiel in Kornwestheim geriet der TSB früh deutlich in Rückstand. "Durch sieben technische Fehler zu Beginn haben wir viele Kontertore gefressen. Besonders unsere beiden jungen Halblinken waren sehr nervös", erklärte Zürn.

Felix Kazmeier und Philip Strobel ließen sich von einer der stimmungsvollsten Hallen der Liga sichtlich beeindrucken. Zürn stellte daraufhin um, zog Pierre Freudl in den linken Rückraum und brachte Janik Zerweck auf halbrechts. Kreisläufer Alexander Schmid spielte nur noch im Angriff, Nils Boschen übernahm den Abwehrpart im Mittelblock. Diese Formation war der Schlüssel zur Wende. Schon bis zur Pause hatte das Dreieck Freudl-Zerweck-Schmid den Rückstand beim 13:16 auf drei Treffer verringert.

Fünf Minuten vor Abpfiff war noch alles offen

Zur zweiten Hälfte wechselte Zürn mit Linus Mathes im Tor einen weiteren Erfolgsfaktor ein. "Linus hat eine überragende Halbzeit gespielt", lobte der Trainer seinen jungen Keeper. Im Zusammenspiel mit der beweglichen 6:0-Deckung gelangen den Pfullingern im zweiten Durchgang nur noch neun Treffer. Dem mit acht Toren Top-TSB-Schützen des Tages "Rudi" Schmid war es vorbehalten, beim 18:18 (38.) erstmals nach dem 1:1 wieder auszugleichen.

Das Spiel stand jetzt auf Messers Schneide. Mehrmals wechselte in der Folge die Führung. Beim 25:25 knapp fünf Minuten vor dem Ende war immer noch alles offen. Die TSB-Abwehr ließ danach aber keinen Gegentreffer mehr zu und vorne trafen mit Schmid und Zerweck zwei Garanten für den ersten Saison-Auswärtssieg. Der Schlusspunkt war Youngster Kazmeier vergönnt, der am Ende wieder aufs Feld durfte und jetzt auch deutlich umsichtiger agierte.

Sonderlob für Spielmacher Florian Möck

"Entscheidend war heute, dass wir trotz des großen Rückstands ruhig geblieben sind. Es tut gut zu wissen, dass wir solche Spiele drehen können", lautete Zürns Fazit. Ein Sonderlob des Trainers erhielt Spielmacher Florian Möck. An alter Wirkungsstätte stand der 25-Jährige natürlich im Fokus. "Er hat unser Spiel herausragend geführt", sagte Zürn. Der Start mit 0:4 Punkten ist damit wieder ausgeglichen, der TSB voll im Soll. "Jedes Spiel bringt uns einen Schritt weiter. Ich bin davon überzeugt, dass wir eine richtig gute Saison spielen werden", sagte Zürn.

Positiv zu vermelden aus Pfullingen war zudem das Comeback von Linksaußen Marcel Lenz. Der 27-Jährige spielte nach vier Monaten Schonungspause in jeder Halbzeit zehn Minuten und hatte dabei keinerlei Probleme.

TSB Horkheim: Welz, Mathes, Schniering − Lenz, Schmid (8), Grosser, Möck (1), Strobel, Kazmeier (2), Seiz (4/1), Freudl (6/3), Boschen, Zerweck (6), Bohnenstengel (1).

Beste Schützen des VfL: Wittlinger (6), Jabot (6/2). Mayer (5).

Siebenmeter: VfL 2/2; TSB 5/4.

Zeitstrafen: 4/2.

Disqualifikation: Hiller (Pforzheim/50.) nach der dritten Zeitstrafe.

Zuschauer: 550.