Eine Sahne-Hälfte genügt den Miners

American Football  Dank einer starken ersten Hälfte gewann der Regionalligist mit 37:22 gegen die Freiburg Sacristans. 29:0 hieß es bereits zur Pause, es war ein Klassenunterschied.

Von unserem Redakteur Stephan Sonntag

Eine Sahne-Hälfte genügt den Miners

Wie immer feuerten die Cheerleader der Salt Crystals ihr Team an.

 

Während der ersten Halbzeit rieb sich manch einer der Zuschauer im Frankenstadion verwundert die Augen. Diese beiden Teams spielen wirklich in derselben Liga? Mindestens eine Klasse besser waren die Heilbronn Miners beim Regionalliga-Saisonauftakt gegen die Freiburg Sacristans. 29:0 stand es nach 24 gespielten Minuten. Der Offense der Gäste war bis dahin gerade einmal ein First Down gelungen. Ansonsten fiel die Abteilung Attacke um Quarterback Luca Schler lediglich durch schlechte Snaps und drei Interceptions auf. Die Defense der Miners hatte leichtes Spiel.

"Das war ein Feuerwerk, das wir in der ersten Halbzeit abgebrannt haben", sagte Head Coach Marc Correll zufrieden. Angeführt vom überragenden Quarterback Brian Rushing punkteten die Gastgeber fast nach Belieben. Bereits den ersten Angriffszug schloss Rückkehrer Malcolm Abimbola mit einem gefangenen Pass in der Endzone erfolgreich ab. Rico Scheufele traf den Extra-Kick zur frühen 7:0-Führung.

In dem Stil ging es weiter. Runningback Timo Otto legte kurz darauf den zweiten Touchdown nach. Neuzugang Timothy Groth war dann Touchdown Nummer drei vorbehalten. In der Defensive tat sich Cornerback Viktor Herrmann hervor, der in der ersten Hälfte gleich gleich zwei Pässe von Sacristans-Quarterback Schler abfing. Sven Brosi fing den Pass zum vierten Touchdown, ehe Scheufele noch ein Field Goal zum 29:0-Pausenstand nachlegte. Den Freiburgern drohte ein Fiasko.

Dass die Gäste in den zweiten 24 Minuten deutlich besser ins Spiel kamen und die zweite Hälfte sogar mit 22:8 für sich entscheiden konnten, hatte zwei Ursachen. "Zum einen war durch die deutliche Pausenführung bei uns etwas die Spannung raus. Zum anderen haben wir viel durchgewechselt, was unseren Spielfluss ins Stocken gebracht hat", erklärte Correll. Ein dritter Faktor war, dass Gäste-Spielmacher Schler verletzt raus musste und vom wesentlich agileren und passsichereren Max Kirsch ersetzt wurde.

Wirklich gefährlich wurde es für die Miners aber nicht. Jens Zimmermann verkürzte mit dem ersten Touchdown für die Sacristans auf 7:29. In den beiden folgenden Angriffszügen kamen die Gäste wieder bis zur Goalline der Miners. Doch einmal vergaben sie ein Field Goal kläglich. Beim anderen Mal warf Kirsch die insgesamt vierte Interception seines Teams.

Nach einem phänomenalen Lauf von Rushing auf der Gegenseite, bei dem der Miners-Quarterback gleich vier Tackles der Freiburger brach, kamen die Heilbronner nochmal in eine aussichtsreiche Feldposition. Runningback Goth betätigte sich als Passempfänger und dank einer unfreiwilligen Two-Point-Conversion bauten die Miners die Führung wieder auf 37:7 aus. Scheufeles Extra-Punkt-Versuch war nämlich geblockt worden, doch der Ball landete in Händen der Miners, die ihn in die Endzone trugen. So gab es zwei statt nur einen Punkt.

Jannik Arnold und Michael Hensler betrieben mit ihren Touchdowns in den Schlussminuten noch Ergebniskosmetik für die Freiburger zum 22:37-Endstand. "Das erste Saisonspiel ist immer schwierig. Wir sollten jetzt aber nicht abheben, nur weil wir eine starke erste Halbzeit gespielt haben", warnte Correll vor den kommenden Aufgaben.