Das Ziel heißt Finale

SCHIESSEN  Am Wochenende startet die SG Waldenburg mit der Luftpistole in die Bundesliga-Saison

Von Marc Schmerbeck

Das Ziel heißt Finale

Joao Costa wird für Waldenburg wieder für ein mögliches Finale an den Schießstand treten. Ansonsten soll der Portugiese zwei Mal mit dabei sein. Kommt er nicht, wird Routinier Abdullah Ustaoglu an Position eins stehen.

Foto: Archiv/Schmerbeck

Das Ziel hat sich nicht geändert. Wie in den vergangenen Jahren auch, will sich Teamchef Günter Wüstemeyer mit seiner Mannschaft für das Finale um die Deutsche Meisterschaft mit der Luftpistole qualifizieren. Am Wochenende beginnt die Saison der 1. Bundesliga. In der Südstaffel ist die Schützengilde Waldenburg zu Gast in Murrhardt-Karnsberg. Der Auftaktgegner am Samstag um 19 Uhr ist der KKS Hambrücken.

"Das ist ein Aufsteiger, der vor zwei Jahren schon einmal in der Bundesliga war", sagt Wüstemeyer. "Am Sonntag geht es dann gegen Weil am Rhein. Zwei Siege sind realistisch. Wir sollten da schon gewinnen. Sonst brauchen wir über das Finale gar nicht nachdenken." Die ersten vier der Nord- und Südstaffel qualifizieren sich für das Finale. Für Wüstemeyer sind Berlin (Norden) und Kelheim-Gmünd (Süden) die Favoriten. "Ich sehe Kelheim-Gmünd, Ludwigsburg und Waldkirch als sichere Finalteilnehmer aus dem Süden", sagt Wüstemeyer.

"Ludwigsburg hat sich sehr gut verstärkt. Ich hoffe, dass wir dann als vierte Mannschaft dabei sind." Als härtesten Konkurrenten hat er dabei Karnsberg ausgemacht. "Die könnten zur Überraschungsmannschaft werden", sagt Wüstemeyer.

Auch in Waldenburg haben sie über Verstärkungen nachgedacht. Mit Phil Brown wurde auch eine gefunden. "Das ist wohl einer der stärksten Amerikaner", sagt Wüstemeyer. "Er hätte uns nichts gekostet. Der amerikanische Verband schickt seine Schützen in die Bundesliga nach Deutschland und finanziert das auch." Die Athleten sollen Wettkampfpraxis sammeln. Doch vor kurzem kam dann die Absage von Brown. "Er hat seine Arbeitsstelle gewechselt und kann die Termine deshalb doch nicht wahrnehmen", sagt Wüstemeyer. So wird erneut der fünfmalige Olympiateilnehmer und zweifache Europameister Joao Costa als ausländische Nummer eins für Waldenburg schießen. "Fürs Finale reist er auf jeden Fall an. Ansonsten wird er zwei Mal mit dabei sein. Im November und Januar", sagt Wüstemeyer.

Kommt der Portugiese nicht, wird Routinier Abdullah Ustaoglu an Position eins stehen. Der Architekt war 2004 bei Olympischen Spielen mit dabei und schießt schon seit etlichen Jahren für die Waldenburger. Die Schützengilde konnte sich dabei in der Vergangenheit auf seine konstanten Leistungen verlassen.

Wie in der vergangenen Saison besteht die weiterhin von Claudia Odermatt trainierte Mannschaft aus Philipp Käfer, Tobias Backes, Tobias Bump, Jens Klossek und Andreas Schneider. "Schneider hat uns aber gesagt, dass er wohl nur an wenigen Wettkampftagen dabei sein kann", erklärt Wüstemeyer. Ihren Heimwettkampf haben die Waldenburger am 2. und 3. Dezember. Ganz nah an die Ligabestleistung von Ustaoglu (390 Ringe) kommt Käfer ran. Der 23-Jährige kam bereits auf 388 Ringe. Bei der Junioren-EM landete er auf Rang sechs, Fünfter war er bei der Jugendolympiade in Singapur.

Der 37-jährige Jens Klossek ist Maschinenbau-Techniker und hat eine Liga-Bestleistung von 386 Ringen stehen. Nur einen Ring weniger hat Tobias Backes als Bestleistung stehen. Der 27 ist Industriemeister im Bereich Mechatronik und wurde 2007 und 2013 jeweils Dritter der Deutschen Meisterschaft mit der Luftpistole. Mit der Schnellfeuerpistole wurde er 2008 deutscher Vizemeister. Der 32-jährige Zahntechnikermeister Tobias Bump hat ebenfalls 385 Ringe als Bestleistung stehen. Auf 390 kam bereits Andreas Schneider.