Schock für Neckargartacher Ringer nach Bundesliga-Einteilung

Ringen  Neue Gegner, schwierigeres Erreichen der Playoffs: Nur auf den ersten Blick hat sich in der Einteilung der Bundesliga-Staffeln für die nächste Saison, die am 8. September beginnt, wenig geändert.

Von unserer Redaktion

Vermeidbare Pleite der Red Devils

In Zukunft haben die Red Devils einen weiteren Anfahrtsweg zu ihren Gegnern.

Foto: Archiv/Veigel

 

Auf den ersten Blick hat sich in der Einteilung der Bundesliga-Staffeln für die nächste Saison, die am 8. September beginnt, wenig geändert. Zwar hat der Deutsche Ringer-Bund (DRB) am Dienstag bekanntgegeben, dass seine Elite-Liga von 21 auf 24 Vereine angewachsen ist und daher in drei Achtergruppen statt bisher in drei Siebenergruppen ausgetragen wird.

Playoffs erst ab Viertelfinale

Die Probleme werden aber erst beim intensiveren Hinschauen offensichtlich. Um mit den nun 14 statt bisher zwölf Kämpfen im Zeitplan zu bleiben, starten die Playoffs im Herbst erst mit dem Viertelfinale. Das bedeutet für die Vereine, es wird schwieriger, die Playoffs zu erreichen.

Weitere Reisen

Die Ringer des VfL Neckargartach im SV Heilbronn am Leinbach bleiben nach den Angaben des DRB in der Bundesliga Südwest, diese ist regional jedoch gänzlich neu aufgeteilt worden. Ein Schock für die Red Devils, denn von den bisherigen Kontrahenten sind einzig der ASV Mainz 88 und Alemannia Nackenheim übrig geblieben. "Ich bin sprachlos", sagt Red-Devils-Chef Jens Petzold, "das müssen wir jetzt erstmal sacken lassen."

Denn: Die neuen Gegner liegen nicht nur deutlich nördlicher, sondern auch deutlich weiter entfernt. Ein Kurztrip ist die Anreise zum hessischen Aufsteiger Kleinostheim, doppelt so weit sind die Fahrten nach Merken (335 Kilometer) oder zum KSV Witten (365). Extrem lang ist der Weg ins Mecklenburgische Elbtal zum RV Lübtheen (607 Kilometer), der Jens Petzold wie "eine Weltreise" vorkommt.