Red Devils ziehen ins Viertelfinale ein

Ringen  Eisele und Stäbler holen die entscheidenden Punkte: Die Red Devils gewinnen 15:11 im Achtelfinal-Rückkampf gegen den SV Hallbergmoos.

Von Stephan Sonntag

Pascal Eisele
Pascal Eisele (links) hat die nötigen Punkte geholt. Foto: Veigel  

Die Heilbronn Red Devils stehen im Viertelfinale um die deutsche Ringermeisterschaft. Am Samstagabend schlug das Team des VfL Neckargartach im SV Heilbronn am Leinbach im Rückkampf in der Römerhalle den SV Hallbergmoos mit 15:11. Schon vor einer Woche hatten die Red Devils in Hallbergmoos mit 17:12 gewonnen. Der Traum von der deutschen Meisterschaft lebt also weiter.

Nach fünf Kämpfen hatten die Red Devils noch mit 5:8 zurückgelegen. Wie erwartet hatte das 15-jährige Nachwuchstalent Konstantin Schmidt bei seinem Bundesliga-Debüt gegen den doppelt so alten Rene Winter keine Chance und musste sich nach knapp vier Minuten Kampfzeit geschlagen geben. Cheftrainer Marcus Mackamul war trotzdem mit der Leistung seines Youngsters zufrieden: „Er hat sich wacker geschlagen.“ Stefan Kehrer und Levan Metrevil drehten den 0:4-Rückstand nach Punkten anschließend in eine 5:4-Führung. Nicht nach Wunsch verliefen die nächsten beiden Duelle. Sowohl Etka Sever als auch Aurelian Leciu verloren ihre Kämpfe. „In den Duellen hatten wir uns mehr erhofft“, sagte Mackamul.

Spektakulärer Kampf

In einem spektakulären Kampf setzte sich nach der Pause Taimuraz Friev gegen den erfahrenen Ergün Aydin durch und glich damit wieder zum 8:8 aus. Einmal mehr war es dann Christian Fetzer, der die Römerhalle zum Kochen brachte. Sein Gegner Manuel Striedl hatte größte Schwierigkeiten das hohe Tempo mitzugehen und nutzte jede Gelegenheit zum Durchatmen. Fetzer gewann unter großem Jubel mit 5:2, Striedl blieb erst einmal auf der Matte liegen und pumpte wie ein Maikäfer  - die Red Devils führten wieder mit 10:8.

In der Wiederholung des WM-Gefechts lief es für Pascal Eisele dagegen nicht optimal. Bei der Weltmeisterschaft hatte der Bronzemedaillengewinner gegen Alex Kessidis noch mit 6:1 gewonnen. Am Samstagabend drehte er erst in den letzten zehn Sekunden einen 6:8-Rückstand im Stile eines Champions in einen 12:8-Sieg. 

Unter lauten „Franky“-Rufen machte der Weltmeister Frank Stäbler den Sack schließlich endgültig zu. Gegen den hoch motivierten, letztlich aber chancenlosen Michael Prill gewann der 28-Jährige klar mit 9:0 und baute die Gesamtführung auf uneinholbare 15:8 Punkte aus. 

Dass Fabian Fritz zum Abschluss gegen Andreas Walter verlor, hatte nur noch statistischen Wert.