Red Devils im Achtelfinale gegen Halbergmoos

Ringen  Bundesligist VfL Neckargartach besiegte die RKG Freiburg im letzten Hauptrundenkampf daheim mit 24:5 und beendete die Gruppenphase als Tabellendritter. Bereits in der nächsten Woche beginnt die K.o.-Phase der deutschen Mannschafts-Meisterschaft.

Von Alexander Bertok

Der Kampf gegen den Tabellenvorletzten der Bundesliga Südwest war letztlich nicht mehr als eine Pflichtaufgabe. Dennoch gingen die Athleten des VfL Neckargartach  hochkonzentriert auf die Matte. Mit den Gedanken waren aber wohl schon alle bei der Auslosung für das Achtelfinale, die am später Abend in Köllerbach durchgeführt wurde und dem VfL Neckargartach im SV Heilbronn am Leinbach den Südost-Bundesliga-Dritten SV Halbergmoos bescherte.

"Eine schwere, aber lösbare Aufgabe", war VfL-Ringerboss Jens Petzold mit dem Losglück zufrieden. "Gegen einen Verein aus Bayern ist es immer schwer zu ringen. Wir hätten es schlimmer erwischen können. Wichtig ist, nächsten Samstag erst auswärts anzutreten. Da können wir im Rückkampf in eigener Halle mit unserem Publikum im Rücken alles klar machen."

VfL-Premieren für Konstantin Schmidt und Erik Torba

Frank Stäbler ringt für die Red Devils. Fotos: Andreas Veigel

Für den verletzten Cornel Predoiu, der nach einem Muskelriss in der Schulter die Saison vorzeitig beendet hat, kam aus der zweiten VfL-Mannschaft der junge Konstantin Schmidt zum Einsatz. Er siegte kampflos, da Freiburg in der  Klasse 57 Kilo Griechisch-Römisch keinen Gegner stellte. Und so führte Neckargartach 4:0. Stefan Kehrer (130 kg Freistil) siegte 14:3 zum 7:0. Levan Metrevelli Vartanov steuerte bei seinem 8:0 weitere  drei Mannschaftspunkte bei. Sever (98 kg GR) erhöhte gegen den deutschen Vizemeister Maximilian Remensperger auf 12:0 (5:1-Sieg).

Seinen ersten Auftritt im Dress der Red Devils absolvierte Neuzugang Erik Torba (66 kg GR). Der ungarische Meister und WM-Zehnte 2017 war wie Mannschaftskollege Etka Sever wenige Tage zuvor bei der U23-WM im Einsatz und belegte dort Rang sieben. Seinen Kampf in der Römerhalle beendete er im griechisch-römischen Stil der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm, zwei Klassen über seinem eigentlichen Limit, aber mit einer 3:4-Niederlage zum 12:1-Pausenstand.

Taimuraz Friev im Schnelldurchgang zum 16:1-Zwischenstand

Taimuraz Friev (86 kg FS) hatte es zu Beginn des zweiten Kampfabschnitts eilig, siegte nach 1,24 Minuten technisch überlegen 16:0. Neckargartach führte 16:1. Christian Fetzer (71 kg FS), eigentlich Griechisch-Römisch-Spezialist, hatte im Freistil 2:8 (16:3) das Nachsehen.

Erstmals in der Römerhalle im Einsatz war VfL-Neuzugang Pascal Eisele (80 kg GR). Der WM-Dritte baute den Vorsprung des VfL durch ein 16:0-Überlegenheitssieg auf 20:3 aus. Klare Sache auch für 71-Kilo-Weltmeister Frank Stäbler (75 kg A GR): Schultersieg nach 57 Sekunden zum 24:3.  Im letzten Kampf unterlag Christian Maier (75 kg B FS) 1:6 zum 24:5-Endstand.

Trainer Mackamul mit dem Einsatz seiner Jungs zufrieden

"Es war von vornherein klar, dass es eine Pflichtaufgabe wird. Der Dampf war etwas raus, aber wir haben die bestmögliche Mannschaft aufgeboten", war VfL-Trainer Marcus Mackamul zufrieden. "Wir haben die Runde ordentlich zu Ende gebracht. Strich darunter, jetzt geht es an die nächste Aufgabe."