Pflichtauftritt beim punktlosen Schlusslicht

Ringen  Wie erwartet hat sich der Südwest-Bundesliga-Tabellendritte VfL Neckargartach im SV Heilbronn am Leinbach beim noch sieglosen Schlusslicht ASV Urloffen am Samstagabend souverän durchgesetzt.

Von Alexander Bertok

Pflichtauftritt beim punktlosen Schlusslicht Pflichtauftritt der Red Devils beim punktlosen Schlusslicht

Etka Sever

Foto: Alexander Bertok

 

Beim 15:9-Erfolg schenkten die Neckargartacher den Gästen sogar vier Punkte. Die Gewichtsklasse bis 98 Kilogramm Griechisch-Römisch blieb auf Neckargartacher Seite unbesetzt, da Red-Devil-Kämpfer Etka Sever derzeit Deutschland bei der U23-Weltmeisterschaft in Polen vertritt.

Kein Nachholtermin

"Wir hatten beim Deutschen Ringer-Bund bereits im Vorfeld einen Nachholkampf für Etka beantragt, für den Fall, dass es in Urloffen ein knappes Ergebnis gibt", sagte VfL-Trainer Marcus Mackamul. Da es am Ende aber 15:5 für die Unterländer hieß, verzichteten sie auf einen aufwändigen Nachholtermin, so dass die vier Punkte Urloffen gutgeschrieben worden sind.

Stäbler rückt auf

Im Wortsinne schwerer als gewohnt wurde es für 71-Kilo-Weltmeister Frank Stäbler bei seinem zweiten Auftritt im VfL-Trikot. Statt wie bei seiner Premiere vor einer Woche gegen Nackenheim im Griechisch-Römisch bis 75 Kilogramm, rückte Stäbler in die 80-Kilo-Klasse auf und vertrat dort den weiterhin erkrankten WM-Dritten Pascal Eisele. Der 28-jährige Musberger traf in Urloffen auf den guten ASV-Trainer Michael Schneider, setzte sich aber letztlich mit 13:0 durch.

Fetzer für Meyer

Neben der 0:4-Wertung aus dem nicht stattgefundenen Sever-Kampf unterlag Cornel Predoiu mit 2:7 (2:0 für Urloffen) gegen den talentierten Nico Megerle. Die restlichen drei Punkte gab Griechisch-Römisch-Spezialist Christian Fetzer ab, der im 71-Kilo-Limit Freistil für den am Knie verletzten Julian Meyer in die Bresche sprang und 0:11 das Nachsehen hatte. "Ein verdienter und standesgemäßer Sieg vor vollem Haus und sportlich faire Kämpfe, alles hat gepasst", sagte Trainer Markus Mackamul in seiner Bilanz.

Platz zwei ist weg

Trotz des achten Erfolgs im elften Saison-Wettkampf ist die Hoffnung der Neckargartacher auf Rang zwei in der Bundesliga Südwest endgültig geplatzt. Bereits am Freitagabend hatte sich Adelhausen beim SV Triberg 17:14 durchgesetzt. Im letzten Kampf der Hauptrunde in Nackenheim wird Adelhausen nichts mehr anbrennen lassen und den Platz verteidigen - theoretisch reicht bereits ein Unentschieden.

Mainz sicher gesetzt

Einen der vier Setzplätze fürs Achtelfinale hat der ASV Mainz sicher, der nach einem 25:11 gegen Nackenheim nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen ist.

57 kg GR: Nico Megerle - Cornel Predoiu 7:2 PS; 61 kg F: Laszlo Simo - Levan Metreveli Vartanov 2:4 PS; 66 kg GR: Van Chlovelle Meier - Aurelian Leciu 2:7 PS; 71 kg F: Nicolai Chireacov - Christian Fetzer 11:0 PS; 75 kg GR: Andreas Boczek - Fabian Fritz 1:6 PS; 75kg F: Tarec Knosp - Christian Maier 2:18 TüS; 80 kg GR: Michael Schneider - Frank Stäbler 0:13 PS; 86 kg F: Sebastian Jezierzanski - Taimuraz Friev 4:5 PS; 98 kg GR: Leo Kempf - kampflos (vier Punkte für den ASV Urloffen); 130 kg F: Gabriel Fix - Stefan Kehrer 8:11 PS.