8. - 24. August | XXIX. Olympische Sommerspiele in Peking
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05.08. | Angekommen
Angekommen. In Beijing, wie hier alle zwei Meter fünfzig auf überdimensional großen Plakaten zu lesen ist. Peking ist eine Weltstadt, die beeindruckt. Wenn nur die Militärs nicht wären, die an jeder Ecke stehen. Mit leeren und strengen Gesichtern. Sie stehen da. Wie aus dem Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud. Ohne einen Zucker. Ohne eine Regung. Und das bei mehr als 30 Grad im Schatten und einer Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent. Man möchte den armen Tröpfen eine Flasche Mineralwasser neben ihr kleines Podest stellen, auf dem sie stehen und ihre Zone bewachen.Dagegen hat man sich im Flugzeug richtig frei gefühlt. Und die Holländer, von denen einige Dutzend in der Maschine saßen, sind echt nett gewesen. Besonders einer. Aufgefallen ist er, weil seine gelbe Björn-Borg-Unterhose über einige Sitzreihen hinweg geleuchtet hat. Er war der klassische Surfer-Typ, aber Windsurfing ist ja nicht mehr olympisch.
Schwimmen, ja schwimmen könnte auch gut zu dem Unbekannten passen. Ich werde nach ihm fahnden, wenn es im beeindruckenden Water Cube, dem Schwimmstadion, losgeht. Wieso? Nicht wegen der Unterhose. Weil er mit mir seine letzten Colafläschchen geteilt hat. Das verbindet doch – über die holländischen Grenzen hinweg.
05.08.2008
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