Alle zählen Medaillen. Wir auch, na klar. In unserer Vierer-WG im fünfzehnten Stock des C8 im Mediendorf wird fleißig gerechnet und recherchiert, um bloß nichts und niemanden zu vergessen. Einige Wettbewerbe sind schließlich schon eine ganze Weile her. mehr
In Peking wird Bilanz gezogen. Wichtige und unwichtige Männer und Frauen reden, diskutieren und analysieren. Dazu werden Zahlen über Zahlen, Quotienten, Duchschnittswerte und sonstige Ziffern aufgetisch und verbreitet.mehr
Was sind sie nicht für kreative Köpfe, die Chinesen. Man muss ja erst mal auf die Idee kommen, für schönere Optiken bei den Siegerehrungen Fahnenmasten mit automatischem Windgebläse zu bauen. Damit die Flaggen auch kitschig flattern. Fehlt nur noch, dass sie es im Hymnentakt tun.mehr
Der liebe Gott hat genug von Olympia. Es regnet. Das ist heillos untertrieben. Es schüttet, als ob Heerscharen von Freiwilligen volle Eimer auskippen würden - gleichzeitig versteht sich.mehr
Bei Adnan Mohamed, dem Senior Sports Correspondent von „Die Burger“ in Kapstadt, hat es am Morgen fix gehen müssen. Der Südafrikaner ist zum Bus gesprintet. Die Fahrt ist lang, kein Problem also, sich noch die Bartstoppel aus dem Gesicht zu entfernen. Sein Rasierer ist nicht größer als ein Schokoriegel mit Erdnüssen, was für ein raffiniertes Teil.mehr
Wer in China ist, isst chinesisch. Denkste. Wer in China ist, isst alles. Besonders zum Frühstück, der einzigen gemeinsamen Mahlzeit unserer WG – meistens zumindest. mehr
Die Sonne brennt auf den Asphalt. Wer sich bewegt, schwitzt. Wer sich nicht bewegt, schwitzt genauso. Dumm ist, dass im Wasserwürfel gleich um die Ecke nur Michael Phelps schwimmen darf. Aber die Chinesen haben an alles und alle gedacht.mehr
Meine Zeigefinger fahren spazieren. Vermutlich kreuz und quer durch Peking. Wie das passieren konnte? Ganz einfach. Ich habe meine Zeigefinger verloren. Den linken und den rechten. Ganz unblutig, ganz schmerzlos, ganz ohne Drama. Vermutlich im Bus auf dem morgendlichen Weg zur Arbeitmehr
Bekannt zu werden ist manchmal gar nicht so schwer. Nicht, dass ich mit dieser Vorgabe nach Peking geflogen wäre. Liebe Güte, nein. Die olympischen Geschichten hinter den Geschichten, sie zählen.mehr
Es gibt einen Job, den wünsche ich nicht mal meinem ärgsten Feind: Hausmeister im Vogelnest. Das Nationalstadion in Peking dürfte nie und nimmer Vogelnest genannt werden, passender wäre Giga-Ei.mehr
Grün, grün, grün ist alles in der Stadt. Die Chinesen propagieren grüne Spiele, also haben die olympischen Areale auch grün zu sein. Im Zweifel hilft auch ein Eimer Farbe.mehr
Wer hat je behauptet, dass alle Chinesen gleich aussehen? Es ist eine Lüge. Man erkennt seine Pappenheimer schnell wieder. Selbst in Peking. Wie einfach das ist, zeigt sich am Beispiel einer Berufssparte, den Busfahrern.mehr
Bei Olympischen Spielen geht es längst nicht nur im Sport. Es geht auch um Geld. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Wer in Beijing Geld braucht, hat unter Umständen ein sattes Problem.mehr
In null Komma nix stehen ein knappes Dutzend Chinesen um mich herum. Sie tuscheln und kichern. Ist es wegen der gelben Plastikkarte, die jeder bei Olympia akkreditierte Journalist um den Hals trägt wie Bello seine Hundemarke? mehr
Es ist gar nicht so einfach, bei Olympia den Überblick zu behalten. Und dann passieren ja nicht nur sportliche Dinge, auch die Politik lässt sich bei dem weltgrößten Sportereignis nie ausblenden. Schon gar nicht, wenn es um Unruhen geht - wie jene in Süd-Ossetien.mehr