Neckarsulms Neue hilft beim Sammeln der nächsten Zähler

Handball  NSU-Zugang Gravholt präsentiert sich beim wackeligen 26:24 gegen Bensheim-Auerbach direkt als Verstärkung.

Sie sollte den warmen Empfang zurückzahlen. Mit Dänemark-Fähnchen hatten die Neckarsulmer Fans der Neuen beim Einlauf zugewunken. Als die Schlusssirene durch die Ballei tönte, winkte Mette Gravholt glücklich zurück. Ihr Einstand vor den 1218 Zuschauern war nicht nur wegen des 26:24 (16:13) gegen die Flames der HSG Bensheim-Auerbach, den Bundesliga-Punkten drei und vier, geglückt. Sie half nach nur einer Woche in Neckarsulm direkt dabei, die wackelnden Zähler zu halten. Letztlich brachte die Sport-Union den ersten Heimsieg aber als Kollektiv über die Zeit. Der zweite Erfolg stand gegen den punktlosen Aufsteiger allerdings unnötig lange auf der Kippe.
 
Bei den ersten Angriffen verbrannte sich die Sport-Union bereits die Finger an der feurigen Verteidigung der Flames, hinten fehlte die letzte Konsequenz - 0:2 nach drei Minuten. Neckarsulm ließ sich aber nicht verunsichern und drehte den Rückstand zu einem 4:2 (8.). 
 
Vor allem Maike Daniels und Lena Hoffmann zeigten sich treffsicher. Sieben Tore gingen bis zum 9:7 nach einer Viertelstunde auf das Konto des Rückraum-Duos. Dann kam Gravholt. Und die Dänin war direkt präsent. Ihr erstes Tor zum 11:8 schaffte sie in der 22. Minute. Viel mehr half aber ihre Erfahrung. Weil im Abschluss der Sport-Union aber die letzte Konsequenz fehlte - allein drei Konter verschenkte Neckarsulm frei - ging es nur mit einem 16:13 in die Pause. Zu wenig mit Blick auf die ersten 30 Minuten.
 
Giegerich gibt entscheidend Rückhalt
 
Mit dem 17:13 kam die Sport-Union eigentlich stark aus der Kabine. Doch dann begann das Heimteam zu wackeln. "In dieser Phase haben wir uns richtig schwer getan", sagte NSU-Coach Emir Hadzimuhamedovic. Die Flames verteidigten giftig, Neckarsulm dagegen war hinten oft einen Schritt zu langsam. Beim 19:19 (44.) war der Gast zurück. Hätte Ann-Cathrin Giegerich im NSU-Tor nicht einen überragenden Tag erwischt, hätte es böse ausgehen können. 
 
Die Keeperin hielt ihr Team auch im packenden Schlussspurt im Spiel und zeigte sich als absolute Siebenmeter-Killerin, als das Spiel hin und her wog. In der entscheidenden Phase war auch Mette Gravholt zurück. Und besorgte mit einem Doppelschlag das 24:23 (55.). Neckarsulm war auf der Siegerstraße und ließ sich nicht mehr abdrängen. Nach dem zwischenzeitlichen Schlingerkurs kannte der Jubel keine Grenzen.