Neckarsulmer Handballerinnen verlieren 30:22

Handball  Im letzten Spiel vor der anstehenden Weltmeisterschaft muss sich die Neckarsulmer Sport-Union nach zwei Siegen in Folge auswärts bei den Bad Wildungen Vipers deutlich geschlagen geben.

Von Sascha Göttler

Nach einer ausgegelichenen ersten Hälfte, gelingt der Sport-Union im zweiten Durchgang zu wenig und die Gastgeberinnen können sich dadurch Tor um Tor bis zum 30:22-Endstand durchsetzen. Maike Daniels traf dabei fünfmal für die NSU, Laura Vasilescu war für die Vipers insgesamt zehnmal erfolgreich.

Beide Mannschaften sind zu Beginn auf Augenhöhe und die Vipers schwächen sich früh durch zwei Zeitstrafen gegen Sabine Heusdens. Absetzen kann sich die Sport-Union in Überzahl allerdings nicht und muss kurze Zeit später in Unterzahl durch einen Treffer der starken Laura Vasilescu die Gastgeberinnen erstmals auf zwei Tore davonziehen lassen.

Erneut hat die Sport-Union mit Ann-Cathrin Giegerich einen starken Rückhalt im Tor und durch Isabel Tissekker gelingt nach einer Auszeit der Ausgleich. Durch die individuelle Klasse und zahlreiche Siebenmeter-Chancen kann Bad Wildungen aber erneut die Führung übernehmen und Neckarsulm geht anstatt einem möglichen Unentschieden nur mit einem 16:12-Rückstand in die Kabine.

Viele leichte Tore 

In der zweiten Hälfte bestimmen die Vipers das Spielgeschehen dann deutlich. Im Angriff gelingt den Neckarsulmerinnen mit vier Treffern in über 15 Minuten zu wenig und in der Abwehr fehlt der Sport-Union weiterhin der nötige Zugriff. Zwischenzeitlich kann die NSU nochmals verkürzen, am Ende können die Vipers das Tempo aber nochmal anziehen und bis zum 30:22-Endstand durch zu viel leichte Tore weiter erhöhen. 

„Wir haben das in der Anfangsphase nicht schlecht gemacht, aber im Laufe der Zeit haben wir zu viel schnelle Gegentore bekommen und 16 zur Pause waren für uns einfach zu viel. Wir haben über 60 Minuten einfach zu wenig entgegensetzen können und aufgrund unserer Abwehr und dem Umschalten aus der Defensive heraus geht deshalb der Sieg von Bad Wildungen in Ordnung.“, sagte NSU-Trainer Hadzimuhamedovic nach Spielende.

HSG Bad Wildungen Vipers:

Duijndam (14 Paraden), Brütsch - Heusdens (2/1 Tore), Haggerty (1), Nieuwenweg (7/3), Frankova (3), Schmidt-Robben, Beugels (3), Vasilescu (10/3), Ritter (1), Spielvogel (2), Rösike, Preis (1)

Neckarsulmer Sport-Union:

Giegerich (17/3 Paraden), Brausch – Kalmbach, Hoffmann (3 Tore), Gravholt (3), Breitinger (1), Gerber (2), Mack (1), Kaufmann, Tissekker (2), Daniels (5/2), Ineichen (3), Reimer (2/1)

Siebenmeter: HSG 10/3 - NSU 4/4

Zeitstrafen: HSG 4 - NSU 2