Neckarsulm mit technischem K.o gegen Oldenburg

Handball  Die Neckarsulmer Sport-Union leistet sich gegen den VfL Oldenburg vor allem im ersten Durchgang zu viele Fehler und kann sich trotz starkem Schlussspurt nur noch auf 30:34 herankämpfen.

Von Dominik Knobloch

Moral bewies Neckarsulm gegen die Gäste aus Oldenburg. Das musste man der Sport-Union lassen. Ein starker Schlussspurt konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich das Team von Trainer Emir Hadzimuhamedovic beim 30:34 (12:21) zu viele Fehler für Bundesligapunkte leistete.

Zehn Minuten lang spielte die Sport-Union im ersten Durchgang manierlich mit. Oldenburg schien die lange Anreise noch ein wenig in den Knochen zu stecken. Nach fünf Minuten lag Neckarsulm verdient mit 4:2 vorne, hielt die Führung noch bis zum 6:5 (10.). Die beiden Passfehler, die sich der Gastgeber schon bis dahin geleistet hatte, sollten allerdings ein böses Vorzeichen sein.

Einfache Kontertore

Eine technische Nachlässigkeit reihte sich an die nächste. Mia Møldrup machte bei ihrem Debüt keine gute Figur. Doch auch eingespielte Neckarsulmerinnen standen neben sich. Oldenburg sagte Danke und spurtete mit einfachen Kontertoren auf 11:6 (16.) davon. Møldrups erster Treffer für ihren neuen Club zum 7:11 leitete zwar ein Zwischenhoch des Heimteams ein und als Kapitän Hannah Breitinger das 10:13 (21.) gelang, keimte bei den 1020 Zuschauern erstmals Hoffnung auf - als nach 30 Minuten allerdings ein 13:21 von der Anzeigetafel leuchtete, wirkte die Partie aber schon vorentschieden.

An Jana Brausch, die Ann-Cathrin Giegerich im NSU-Tor gut vertrat, lag es nicht. Neckarsulm wirkte verunsichert. Coach Emir Hadzimuhamedovic versuchte mit vielen Wechseln Sicherheit aufs Feld zu bringen - vergeblich. Nicht nur im Angriff lief wenig zusammen, auch in der Abwehr fand die Sport-Union nicht ansatzweise an ihre Leistungsgrenze.

Glückszahl Sieben

Wirklich besser wurde das auch in der zweiten Hälfte zunächst nicht. Beim 17:25 (40.) hatte Hadzimuhamedovic genug gesehen und brachte eine siebte Feldspielerin. Ein Wagnis, das die Sport-Union zurück in die Spur bringen sollte. Nach 45 Minuten griff der Gast beim 22:27 zur Auszeit.

Wirklich zurück ins Spiel fanden die Oldenburgerinnen nicht. Spätestens ab dem 26:29 (50.) von Mette Gravholt wankte der Traditionsclub, dank der Neckarsulmer Offensivglückszahl Sieben.