NSU-Handballerinnen: Deutliche Niederlage in Bad Wildungen

Handball  Auch gegen den direkten Konkurrenten im Tabellenkeller gehen die Neckarsulmer Handballfrauen leer aus. Im Erstliga-Duell gegen Bad Wildungen setzte es am Samstagabend eine 42:34-Niederlage.

Von unserer Redaktion

Gegen den direkten Konkurrenten im Tabellenkeller wollten die Neckarsulmerinnen am Samstagabend unbedingt Punkte holen, um sich vor dem Showdown gegen Nellingen tabellarisch noch einmal zu verbessern. Gegen den starken Heimauftritt der Bad Wildungen Vipers hätte die Sport-Union aber eine Leistung am oberen Limit, wie zuletzt zum Beispiel gegen Bietigheim gebraucht. Diese konnte Neckarsulm aber vor allem in der Abwehr nicht abrufen, weshalb am Ende eine deutliche 42:34-Niederlage in der Bad Wildunger Ensehalle auf der Anzeigetafel stand.

Von Beginn an kam die NSU, die erneut auf Seline Ineichen und Milana Vlahovic verzichten musste, gegen aggressive Vipers nicht richtig in das Spiel und lag schnell mit zwei Toren im Hintertreffen. In dem auf beiden Seiten schnell geführten Spiel ging es hin und her und Neckarsulm kam nach zehn Minuten beim 5:5 durch Alla Vojtiskova noch einmal zum Ausgleich. In der Abwehr hatte die Sport-Union aber zu viele Probleme mit den Vipers, weshalb diese sich durch einfache Tore durch die lückenhafte Defensive oder im Gegenstoß mit fünf Toren absetzen.

Frühe Auszeiten gegen das Wildunger Offensiv-Feuerwerk

Neckarsulms Trainer Emir Hadzimuhamedovic versuchte den Wildunger Lauf mit einer Auszeit zu unterbrechen, doch diese zündeten ihr Offensiv-Feuerwerk weiterhin ab. Schon früh im Spiel musste Hadzimuhamedovic seine zweite Auszeit nehmen und in doppelter Überzahl konnte die Sport-Union bis zur Pausensirene immerhin nochmal verkürzen.

Nach dem Seitenwechsel versuchte die NSU die Vipers-Offensive durch zwei Manndeckungen von Bad Wildungens Topscorerin Laura Vasilescu sowie Anouk Nieuwenweg besser in den Griff zu bekommen. Doch die Vipers zeigten sich auch davon unbekümmert, konnten Neckarsulm auf Distanz halten und erhöhten Mitte der zweiten Halbzeit sogar noch einmal. Im Angriff zeigten die Neckarsulmerinnen mit 34 Toren eine ordentliche Leistung, die Deckung war aber zu weit von den Gegenspielerinnen entfernt und machte es Bad Wildungen über 60 Minuten zu einfach.

„Wir haben verdient verloren und waren die schlechtere Mannschaft. Uns ist es über 60 Minuten nicht gelungen, die Abwehr zu stabilisieren und wir hatten keinen Zugriff", so das Fazit von Trainer Emir Hadzimuhamedovic. "Ich hätte nie davon geträumt, dass wir hier 34 Tore werfen und ich trotzdem über eine Niederlage von uns reden muss."

Am kommenden Samstag steht das vorletzte Heimspiel an

An der Ausgangslage hat sich für Neckarsulm trotz der bitteren Niederlage in Bad Wildungen nichts geändert, da Konkurrent Nellingen sich zuhause im Derby gegen Metzingen ebenfalls deutlich geschlagen geben musste. Die Neckarsulmerinnen müssen die Niederlage nun schnell hinter sich lassen und nach vorne schauen, da es bereits am kommenden Samstag zum vorletzten Heimspiel gegen den VfL Oldenburg in der Ballei kommt.

 

HSG Bad Wildungen - Neckarsulmer Sport-Union 42:34 (22:16)

Neckarsulmer Sport-Union: Milenkovic (4 Paraden), Herrmann (6), Rüttinger – Kalmbach (2), Hoffmann (8/2), Breitinger (2), Gerber (5), Fischer (3), Kaufmann (2), Tissekker (3), Daniels (5/3), Ahlin (2), Ineichen, Galinska, Vojtiskova (2)

HSG Bad Wildungen Vipers: Duijndam (4 Paraden), Brütsch (6/1) – Busch (7 Tore), Nieuwenweg (5), van Rossum (1), Schmidt-Robben (5), Bolze (2), Beugels, Nagy (4), Vasilescu (15/9), Haggerty (3)

Siebenmeter: BWV 9/9 – NSU 7/5

Zeitstrafen: BWV 6 – NSU 3

Zuschauer: 600